Fünf Jahre lagen zwischen dem letzten Studioalbum und dem neuen Material von Godslave. Nun knüpft die Band nicht einfach dort an, wo sie aufgehört hat. Die Spannweite reicht von kompromisslosem Thrash Metal bis zu großen, episch angelegten Melodien. Den Einstieg übernimmt „Reset, Rebuild, Reclaim“ – und der fällt deutlich ruppiger aus, als es der melodische Teil dieser Beschreibung vielleicht vermuten lässt.
Der Opener gehört zu den härtesten Thrash-Stücken, die Godslave bislang geschrieben haben. Inhalt und musikalische Gangart greifen dabei direkt ineinander. „Reset, Rebuild, Reclaim“ handelt davon, einen Schlussstrich zu ziehen, die Ärmel hochzukrempeln und sich Schritt für Schritt wieder nach vorne zu arbeiten. Entsprechend wenig Zeit verschwendet der Song mit vorsichtigem Anlauf. Nach fünf Jahren Studiopause darf es offenbar direkt scheppern.
Dass Godslave ausgerechnet dieses Stück an den Anfang des Albums stellen, passt zum Thema des Songs. Statt Rückschau geht es um Neuaufbau und den nächsten Abschnitt. Gleichzeitig steckt der Opener den härteren Rand einer Platte ab, die sich nicht ausschließlich auf Thrash beschränkt. Epische Melodien bilden den Gegenpol zur kompromisslosen Seite des Materials. Weitere konkrete Details zu Songs, Produktion oder Entstehung stehen bislang nicht zur Verfügung – „Reset, Rebuild, Reclaim“ gibt für den Start allerdings eine ziemlich klare Richtung vor.