Cover: ADÉLA - PRIMA
7/8
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ADÉLA kündigt ihr Debütalbum „PRIMA“ an

Dass ADÉLAs Karriere einmal beim Wiener Staatsballett vorbeiführen und später bei einem eigenen Popalbum landen würde, war wohl kaum die geradeste Route ins Musikgeschäft. Die slowakische Sängerin bringt mit „PRIMA“ ihr Debütalbum heraus und erreicht damit einen Punkt, dem einige ziemlich unterschiedliche Stationen vorausgingen. Schon als Kind brachte sie sich selbst Englisch bei, musikalisch orientierte sie sich an Popgrößen wie Lady Gaga, Beyoncé und Madonna. Als Teenager zog ADÉLA nach Wien, um dem Wiener Staatsballett beizutreten, später ging es nach London. Der nächste Ortswechsel folgte mit Los Angeles, diesmal mit einem klaren Fokus auf die Musikkarriere. Dort nahm sie an „Dream Academy“ teil, jener Realityshow, aus der später die Girlgroup Katseye hervorging. Für ADÉLA war bereits in der ersten Folge Schluss. Auf dem Papier kein besonders glamouröser Einstieg. In der Praxis brachte ihr die Teilnahme jedoch Sichtbarkeit als Solokünstlerin und wurde damit eher Abzweigung als Endstation. Die Geschichte der Show bekam durch die Netflix-Dokumentarserie „Pop Star Academy: Katseye“ zusätzliche Öffentlichkeit. ADÉLA nutzte diese Aufmerksamkeit für eigene Veröffentlichungen und begann mit „Homewrecked“ sowie „Superscar“, ihr Profil unabhängig vom ursprünglichen Castingformat aufzubauen. Nun folgt mit „PRIMA“ erstmals ein komplettes Album unter ihrem Namen.

Musikalisch bewegt sich ADÉLA zwischen elektronischem Pop und alternativen Einflüssen. Markante Beats und Synthesizer gehören ebenso zu ihrem bisherigen Klangbild wie eine dunklere, bewusst provokante Grundfarbe. Ihre Songs wechseln zwischen zurückgenommenen Passagen und direkten Refrains, wodurch sowohl der Pop- als auch der Dancefloor-Anteil klar erkennbar bleibt. Ein weiterer wichtiger Schritt in dieser Entwicklung war „MachineGirl“. Der Song entstand unter anderem mit Grimes als Co-Produzentin und brachte damit eine Musikerin ins Spiel, die selbst eng mit elektronischen und experimentelleren Popformen verbunden ist. Danach folgte der Vertrag mit Capitol Records und Polydor Records. Noch vor dem Debütalbum erschien außerdem die EP „The Provocateur“. Deren zentrale Single „SexOnTheBeat“ bekam zusätzliche Aufmerksamkeit durch Christina Aguilera, die einen besonderen Auftritt im Musikvideo hatte. Bemerkenswert ist dabei weniger die reine Liste prominenter Namen als die Geschwindigkeit, mit der ADÉLA nach dem frühen Ende bei „Dream Academy“ ihre eigene Solokarriere aufgebaut hat. Aus einer Teilnehmerin, die bei einem Girlgroup-Projekt sehr früh ausschied, wurde innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit eine eigenständig veröffentlichende Popsängerin mit Labelverträgen, EP und nun einem Debütalbum. Casting-Aus und Karriere-Aus waren hier offensichtlich zwei sehr verschiedene Dinge.

„PRIMA“ bündelt diese bisherige Entwicklung erstmals im Albumformat. Über Tracklist, beteiligte Produzenten oder weitere musikalische Details des Albums enthält die vorliegende Ankündigung noch keine Angaben. Bekannt ist dagegen genügend über ADÉLAs bisherige Arbeit, um ein recht klares Bild ihrer Ausgangslage zu bekommen. Ihre Soloveröffentlichungen bewegen sich nicht in einem klassischen Girlgroup-Kontext, obwohl ausgerechnet ein Girlgroup-Casting ihren Namen einem größeren Publikum bekannt machte. Stattdessen arbeitet sie mit elektronischem Pop, Synthesizern, prägnanten Beats und alternativen Einflüssen. Dazu kommt eine Biografie, die ungewöhnlich viele Disziplinen und Städte zusammenbringt: Slowakei, Wien, London und Los Angeles, Ballettausbildung, Reality-TV und schließlich die eigene Popkarriere. Das Wiener Staatsballett ist dabei mehr als eine hübsche Randnotiz, denn ADÉLAs Weg begann lange vor ihren ersten Singles mit professioneller Bühnenarbeit in einer ganz anderen Form. Mit „Homewrecked“ und „Superscar“ folgten die ersten eigenen musikalischen Schritte, „MachineGirl“ brachte Grimes als Co-Produzentin hinzu, „The Provocateur“ wurde zur ersten EP. „PRIMA“ ist nun der nächste logische Formatwechsel: weg von einzelnen Songs und einer EP, hin zum vollständigen Debütalbum. Für ADÉLA schließt sich damit nicht einfach irgendein Casting-Kreis. Viel interessanter ist, was danach passiert ist. Aus dem sehr frühen Ausscheiden bei „Dream Academy“ entstand keine Fußnote, sondern der Ausgangspunkt für eine Sololaufbahn, die inzwischen deutlich mehr zu erzählen hat als die erste Folge einer Realityshow.
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Tracklist

01 KGB - E 02:39
02 Nicole Kidman - E 03:01
03 I'm The Man - E 02:30
04 Boys - E 02:25
05 Red Bottoms - E 03:07
06 Hitachi 03:36
07 Fantasize 03:03
08 Starving Artist 03:00
09 Marijuana - E 01:50
10 Therapy 03:00
11 Ain't In LA - E 03:05
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