Cover: AELAR & James French - Holding On To You
7/8
Eigene Redaktionseinschätzung
Single

Holding On To You

AELAR & James French

Label: Kontor Records
Kategorie: Dance | Dance & Electronic
Veröffentlichung: 27.02.2026

AELAR & James French bringen Emotion auf den Dancefloor

Mit „Holding On To You“ schickt sich AELAR an, im melodischen Deep House ein erstes Ausrufezeichen zu setzen. Für seine Debütveröffentlichung hat sich der spanische DJ und Produzent Unterstützung von James French geholt – und das hört man. Der Track schwebt auf warmen Synth-Flächen, während ein sanft pumpendes Low-End den Puls vorgibt. Kein überdrehtes Festival-Brett, sondern ein Song für diese 3-Uhr-morgens-Momente, wenn die Gedanken lauter sind als der Club. Inhaltlich dreht sich alles um eine Liebe, die offiziell vorbei ist, emotional aber noch lange nachhallt. Dieses „Warum fühlt sich das immer noch so an?“ zieht sich wie ein roter Faden durch den Track – nahbar, ehrlich und ohne Pathos-Keule.

AELAR, gebürtig aus Spanien und inzwischen in Deutschland zu Hause, setzt auf Atmosphäre statt Effekthascherei. Seine Produktionen leben von Details: warme Akkorde, dezente Melodiebögen und ein Sounddesign, das eher umarmt als überrollt. „Holding On To You“ zeigt genau diese Handschrift. Der Song funktioniert auf Kopfhörern genauso gut wie auf dem Dancefloor, weil er Raum lässt. Raum für Emotion, für Erinnerungen, für dieses leichte Ziehen in der Brust, wenn der Refrain einsetzt. Statt lauter Drops gibt’s subtile Steigerungen, die sich langsam aufbauen und dann genau im richtigen Moment greifen. Das Ergebnis ist ein Track, der Energie transportiert, ohne ständig auf dicke Hose zu machen.

James French bringt die emotionale Tiefe, die dem Ganzen die Seele verleiht. Bekannt wurde er durch „Avalanche“, seine Zusammenarbeit mit Kx5, die ihm eine Grammy-Nominierung einbrachte. Seitdem taucht sein Name regelmäßig neben Acts wie Cosmic Gate oder Matisse & Sadko auf. Millionen Streams, Radio-Support und Plays von Größen wie Tiësto sprechen eine klare Sprache. Auf „Holding On To You“ zeigt er sich von seiner verletzlichen Seite, ohne dabei ins Kitschige abzurutschen. Seine Stimme trägt die Melancholie mit einer Leichtigkeit, die hängen bleibt. Unterm Strich ist das hier kein lauter Startschuss, sondern ein gefühlvoller Auftakt – und ein ziemlich starker Beweis dafür, dass Deep House auch leise treffen kann.

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