Cover: Alex Megane & Mindblast - Everytime We Touch (NewDance Mix)
7/8
mix1 Bewertung

„Everytime We Touch“ bekommt einen NewDance Mix

Alex Megane und Mindblast nehmen sich „Everytime We Touch“ noch einmal vor. Nach dem bereits veröffentlichten Original Mix folgt mit dem „NewDance Mix“ eine zweite Variante, die deutlich stärker auf Club und Festival zugeschnitten ist. Die bekannte Melodie und die markanten Vocals bleiben erhalten, an der Produktion wird dagegen kräftig geschraubt. Treibende Dance-Beats, druckvolle Drums, große Synth-Flächen und eingängige Hooks bestimmen die neue Fassung. Vor allem die Rhythmussektion rückt den Track stärker in Richtung Dancefloor. Wer beim Original Mix schon mit dem Fuß gewippt hat, bekommt nun also weniger Gelegenheit, diesen Fuß wieder stillzustellen. Der Ansatz ist dabei klar umrissen: Nicht der Wiedererkennungswert von „Everytime We Touch“ soll verschwinden, sondern das vorhandene Material bekommt mehr Schub. Gerade die sofort erkennbare Melodieführung bleibt deshalb ein zentraler Bestandteil des Arrangements. Alex Meganes Handschrift findet sich laut den Angaben zur Veröffentlichung vor allem in der höheren Energiedichte, den großen Synths und der auf Clubbetrieb zugeschnittenen Produktion. Damit unterscheidet sich der NewDance Mix gezielt von der ersten veröffentlichten Version, ohne daraus einen komplett anderen Song zu bauen.

Die Vorgeschichte spielt bei dieser zweiten Fassung eine wichtige Rolle. Der Original Mix erhielt nach Angaben aus dem Umfeld der Veröffentlichung von Beginn an viel positives Feedback. Neben Fans reagierten auch DJs und Teile der Dance-Szene auf den Track, was schließlich den Boden für eine weitere Version bereitete. Beim NewDance Mix blieb es vor der Veröffentlichung nicht nur beim internen Anhören. DJs testeten den Track bereits in Clubs und im Radio. Das frühe Feedback fiel laut vorliegenden Informationen ebenfalls sehr positiv aus. Interessant ist daran weniger das übliche Vorab-Lob, sondern der praktische Test: Eine Dance-Produktion kann auf Kopfhörern sauber funktionieren und trotzdem auf einer größeren Anlage plötzlich ziemlich dünn aussehen. Hier wurde die neue Fassung bereits im tatsächlichen Clubbetrieb gespielt. Genau für dieses Umfeld wurde an den entscheidenden Stellen nachgelegt. Mehr Drive in den Beats, stärkere Drums und größer angelegte Synth-Sounds verändern den Charakter gegenüber dem Original Mix spürbar. Gleichzeitig bleiben die Vocals und die bekannte Melodie als feste Orientierung erhalten. Der NewDance Mix versteht sich dadurch nicht als Ersatz für die erste Fassung, sondern als deren cluborientierte Ergänzung. Je nach Einsatzgebiet können DJs damit zwischen zwei unterschiedlichen Ausprägungen desselben Tracks wählen. Für Radioeinsätze ist die neue Version ebenfalls bereits erprobt worden. Dass der Mix vorab in beiden Bereichen getestet wurde, passt zur Ausrichtung: Er soll nicht nur auf Streaming-Playlists funktionieren, sondern ebenso dort, wo Dance-Musik tatsächlich über große Lautsprecher läuft.

Hinter dem Ganzen steckt eine ziemlich einfache Idee, die bei Neuinterpretationen bekannter Dance-Stücke allerdings schnell kompliziert werden kann. Zu viel Veränderung, und der Wiedererkennungswert geht flöten. Zu wenig Veränderung, und man fragt sich, warum überhaupt eine zweite Version nötig war. Alex Megane x Mindblast lassen beim NewDance Mix deshalb die prägenden Elemente von „Everytime We Touch“ stehen und verändern vor allem das Energielevel der Produktion. Die ikonischen Vocals treffen auf ein dichteres Dance-Gerüst, während die Synths größer ausfallen und die Drums stärker nach vorne rücken. Dadurch bekommt die Nummer einen klareren Club- und Festivalcharakter als der zuvor veröffentlichte Original Mix. Die beiden Fassungen erfüllen somit unterschiedliche Aufgaben, statt lediglich zwei beinahe identische Varianten nebeneinanderzustellen. Für Fans des Alex-Megane-Sounds dürfte vor allem diese stärkere Ausrichtung auf treibende Beats interessant sein. Wer dagegen die erste Version bevorzugt, muss auf deren Charakter nicht verzichten – beide Mixe bleiben eigenständige Optionen. Die bereits erfolgten Tests durch DJs geben zudem einen ersten Hinweis darauf, wo die neue Bearbeitung ihren Platz finden soll: im Club, im Radio und in Dance-Sets, die eine direkt einsetzbare Version des bekannten Stücks brauchen. Am Ende wird hier also nicht versucht, „Everytime We Touch“ neu zu erfinden. Stattdessen verschieben Alex Megane und Mindblast die Regler gezielt Richtung Dancefloor. Manchmal reicht genau das – vorausgesetzt, die Regler stehen an den richtigen Stellen.

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