Alle Farben gehört längst zu den deutschen Künstlern, die international im Dance-Bereich richtig konstant abliefern. Während viele Acts nur für einen kurzen Festival-Hype auftauchen, hat sich Frans Zimmer über Jahre eine stabile Fanbase aufgebaut – mit Milliarden Streams, ausverkauften Shows und Songs, die europaweit regelmäßig im Radio laufen. Genau diese Mischung aus eingängigem Popsound und clubtauglichen Beats macht seinen Stil so erfolgreich. Egal ob große Festivalbühne oder Sommer-Playlist: Tracks von Alle Farben funktionieren fast überall. Dass dabei selbst internationale Namen wie David Guetta, Tiësto, Diplo oder Kygo seine Musik supporten, zeigt ziemlich deutlich, welchen Stellenwert der Berliner Produzent inzwischen erreicht hat.
Auch live gehört Alle Farben mittlerweile zu den festen Größen der elektronischen Musikszene. Mehr als 100 Auftritte pro Jahr sprechen für sich. Ob Tomorrowland, Lollapalooza, Parookaville oder Sziget – seine Sets laufen regelmäßig auf den größten Festival-Mainstages Europas. Dabei schafft er etwas, das im Dance-Bereich gar nicht so leicht ist: Seine Songs bleiben sofort hängen, wirken aber trotzdem nicht wie austauschbare Radio-Tracks. Statt stumpfem Festival-Druck setzt Alle Farben oft auf warme Melodien, starke Vocals und diese entspannte Mischung aus Sommerfeeling und Clubsound. Genau dadurch hat er sich in den vergangenen Jahren als einer der wichtigsten deutschen Musikexporte im elektronischen Bereich etabliert.
Mit der neuen „Disco EP“ schließt Alle Farben jetzt seine aktuelle Disco-Phase ab. Nach Songs wie „From Disco To Disco“, „Body Talk“ oder „Baby Goodbye“ bündelt das neue Release noch einmal genau den Sound, der seine letzten Produktionen geprägt hat: funky Einflüsse, tanzbare Rhythmen und moderne Dance-Elemente mit Ohrwurmfaktor. Die EP wirkt dabei wie ein musikalischer Abschluss einer Ära, die klar auf gute Laune, Festivalnächte und eingängige Hooklines gesetzt hat. Gleichzeitig zeigt das Projekt noch einmal, warum Alle Farben international so gefragt bleibt: Seine Musik trifft den schmalen Grat zwischen Mainstream und Club ziemlich entspannt – ohne dabei beliebig zu wirken.