„wie wos ned geht“ von ams nimmt Berufe aufs Korn
Man muss nicht lange suchen, um Menschen zu finden, die im falschen Beruf gelandet zu sein scheinen. Genau aus dieser Beobachtung entwickelt das Trio ams seine neue Single „wie wos ned geht“. Der Song erzählt in Mundart von Berufen, deren Ausübung den eigenen Voraussetzungen widerspricht. Da kann der Bademeister nicht schwimmen, die Stallbesitzerin nichts mit Pferden anfangen und der Lungenfacharzt greift täglich zu zwei Packungen Zigaretten. Aus diesen bewusst überspitzten Bildern entsteht eine satirische Bestandsaufnahme, die mit trockenem Humor spielt und bekannte Rollenbilder auf den Kopf stellt. Statt nach Erklärungen zu suchen, reiht der Text Szene an Szene aneinander und bringt die Widersprüche auf den Punkt. Der wiederkehrende Satz „a jeda kaun wos aundas ned – a jeda was wie wos ned geht“ fasst die Idee des Songs treffend zusammen.
Hinter ams stehen Anna-Maria Schnabl am Piano und als Leadsängerin, Alexander Riepl am Schlagzeug sowie Johannes Neunteufel am Bass. Den Text schrieben Jakob Köhle und Anna-Maria Schnabl, während Bernhard Höchtel gemeinsam mit Anna-Maria Schnabl die Musik komponierte. Die Mundart bleibt dabei das zentrale Stilmittel und verleiht den Pointen ihren natürlichen Klang. Aus den einzelnen Berufsbildern entwickelt sich eine Geschichte, die mit feinem Wortwitz arbeitet, ohne ihre Aussagen unnötig auszuschmücken. Die satirischen Szenen bauen aufeinander auf und erzeugen einen Rhythmus, der die skurrilen Gegensätze immer weiter zuspitzt. Gerade dadurch entfaltet der Song seinen eigenen Charakter und lädt dazu ein, den einzelnen Zeilen aufmerksam zuzuhören.
Zum Schluss schlägt „wie wos ned geht“ einen anderen Ton an. Nach den zahlreichen humorvollen Beispielen folgt mit dem Bürgermeister, den alle mögen, aber niemand wählt, eine Pointe, die weniger laut daherkommt und den satirischen Blick noch einmal erweitert. Aus der anfänglichen Aneinanderreihung skurriler Fehlbesetzungen entwickelt sich eine Beobachtung über Widersprüche, die sich nicht nur auf einzelne Berufe beschränken. Gerade dieser Wechsel zwischen trockenem Humor und einem leichten Anflug von Resignation verleiht dem Song seine besondere Note. „wie wos ned geht“ bleibt damit eine Mundartnummer, die ihre Geschichte mit pointierten Bildern erzählt und ihre Wirkung vor allem aus den überraschenden Gegensätzen zieht.
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