„I’LL BE DANCING“ zwischen Pop und Elektro
Wenn man sich die Playlist von Arno Zillmer anschaut, wird schnell klar, woher der Wind weht: ABBA, Depeche Mode, Erasure und Daft Punk sind keine zufälligen Referenzen. Genau diese Mischung spürt man auch in „I’LL BE DANCING“. Der Track klingt nach Disco, nach 80s-Elektro und gleichzeitig nach moderner Clubnacht. Für einen Künstler, der sonst eher im deutschsprachigen Songwriting unterwegs ist, ist das ein ziemlich spannender Schritt – und vor allem einer, der funktioniert.
Inhaltlich steckt hinter dem Song mehr als nur ein tanzbarer Beat. Ausgangspunkt ist eine persönliche Begegnung, eine kurze, aber intensive Romanze mit einem polnischen Performance-Tänzer. Klingt erstmal nach Indie-Filmstoff, wird hier aber zum Kern einer größeren Idee: Verbindung über Grenzen hinweg. Gerade zwischen Deutschland und Polen gibt’s immer noch Vorurteile, die sich hartnäckig halten. „I’LL BE DANCING“ setzt genau da an, ohne belehrend zu wirken. Stattdessen wird die Botschaft ziemlich klar über das transportiert, was Musik am besten kann – gemeinsames Erleben. Tanzen als gemeinsame Sprache, unabhängig von Herkunft oder Hintergrund.
Musikalisch bleibt der Track konstant in Bewegung. Pulsierende Beats, eingängige Synth-Flächen und ein Refrain, der sofort hängen bleibt, sorgen dafür, dass man gar nicht lange still sitzen will. Gleichzeitig wirkt nichts überproduziert, sondern eher bewusst leicht und zugänglich. Das passt auch zu Zillmers Engagement rund um deutsch-polnische Konzerte in Berlin und auf Usedom, wo genau dieser Austausch schon länger gelebt wird. „I’LL BE DANCING“ ist also nicht nur ein Song, sondern eher eine Einladung: weniger nachdenken, mehr miteinander feiern. Und vielleicht merkt man dabei ganz nebenbei, dass Grenzen oft nur im Kopf existieren.
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