Die kanadische Punkband Bad Waitress meldet sich mit ihrem neuen Album „In The Hollow“ zurück. Fünf Jahre nach „No Taste“ präsentiert das Quartett aus Toronto zehn Songs, die sich mit Isolation, persönlichen Veränderungen und schwierigen zwischenmenschlichen Beziehungen beschäftigen. Musikalisch bewegt sich die Band zwischen Art-Punk, Post-Punk, Garage-Punk und Noise-Rock. Die bekannten rauen Gitarren und direkten Rhythmen werden durch ruhigere, teilweise düstere Passagen ergänzt. Das Album entstand nach einer längeren Phase, in der sich die vier Musikerinnen intensiv mit ihrer eigenen Entwicklung auseinandersetzten. Erfahrungen mit veränderten Beziehungen, Identität und persönlichen Verlusten flossen in die Texte ein. Dabei geht es weniger um eindeutige Antworten als um den Umgang mit Unsicherheit und Veränderungen.
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Auf „In The Hollow“ wechseln sich aggressive Songs mit nachdenklichen Momenten ab. „Lovin’ Kind“ und „I Only Like You When I’m Drunk“ beschäftigen sich mit widersprüchlichen Gefühlen innerhalb von Beziehungen. Der Song „45“ erzählt dagegen von einem Menschen mit persönlichen Problemen, dem trotz aller Enttäuschungen Verständnis entgegengebracht wird. In „Galleria Shopping Centre“ greift die Band alltägliche Einkaufserlebnisse auf und verbindet sie mit schwarzem Humor. Deutlich düsterer fällt „The Hunt“ aus, während der Titelsong „In The Hollow“ mit religiösen Bildern und einer zusätzlichen Cellostimme von Michael Peter Olson arbeitet. Das Cello ist auch im abschließenden Stück „Low“ zu hören, das sich mit emotionaler Erschöpfung und Abhängigkeit auseinandersetzt.
Bad Waitress bestehen aus Kali-Ann Butala, Katelyn Molgard, Moon und Nicole Cain. Das Album wurde von der Band selbst produziert und gemeinsam mit Toningenieur Josh Korody im Wychwood Sound Studio in Toronto aufgenommen. Seit ihrer EP „Party Bangers: Volume 1“ und dem Album „No Taste“ hat sich die Gruppe innerhalb der kanadischen Punkszene etabliert. Zu ihren bisherigen Liveauftritten gehören gemeinsame Konzerte mit Jack White, den Viagra Boys sowie Amyl and the Sniffers. Für „In The Hollow“ ließ sich die Band auch von Erinnerungen an die Landschaften des kanadischen Nordwestens und der amerikanischen Pazifikregion beeinflussen. Dunkle Wälder und weite, abgelegene Landschaften bilden einen gedanklichen Hintergrund für die persönlichen Geschichten. Das Album ist über Stomp Records erschienen.