Cover: Bebe Rexha - Dirty Blonde
7/8
mix1 Bewertung
Album

Dirty Blonde

Bebe Rexha

Label: Bebe Rexha Music LLC / EMPIRE
Kategorie: Pop | Dance / Pop
Veröffentlichung: 12.06.2026
Produkt erhältlich bei:

Bebe Rexha verbindet Herzschmerz und Dance-Pop

Mit „Dirty Blonde“ schlägt Bebe Rexha ein neues Kapitel auf. Das Album ist nicht nur ihr erstes Projekt als unabhängige Künstlerin, sondern auch ein Werk, bei dem sie die kreative Kontrolle vollständig selbst übernommen hat. Schon die vorab veröffentlichten Songs zeigen, wohin die Reise geht: europäisch geprägte Dance-Sounds treffen auf persönliche Geschichten, die zwischen Selbstzweifeln, Aufbruch und neuer Stärke pendeln. Besonders die aktuelle Single „Sad Girls“, gemeinsam mit David Guetta entstanden, gibt einen starken Vorgeschmack auf die Richtung des Albums. Statt Herzschmerz in Melancholie zu ertränken, verwandelt der Song die Enttäuschung über eine verlorene Liebe in eine energiegeladene Club-Hymne.

Musikalisch setzt „Dirty Blonde“ auf große Refrains, elektronische Produktionen und eine Portion Selbstbewusstsein. „Sad Girls“ verbindet schimmernde Synthesizer mit einem treibenden Progressive-House-Beat und transportiert die Botschaft, auch in schwierigen Momenten weiterzumachen. Das dazugehörige Video greift diesen Gedanken mit viel Humor auf: Nach einer Trennung kämpft sich die Protagonistin durch eine emotionale Krise und findet schließlich zurück zu ihrer Lebensfreude. Diese Mischung aus Verletzlichkeit und Stärke zieht sich offenbar durch das gesamte Album. Bereits veröffentlichte Songs wie „New Religion“, „Hysteria“, „Çike Çike“ und „I Like You Better Than Me“ deuten an, dass Rexha unterschiedliche Facetten ihrer Persönlichkeit zeigt, ohne dabei den Fokus auf eingängige Dance-Momente zu verlieren.

Spannend ist vor allem, wie konsequent sich „Dirty Blonde“ als persönliches Statement präsentiert. Rexha nutzt die Freiheit ihrer unabhängigen Position, um eigene Ideen ohne erkennbare Kompromisse umzusetzen. Das Album wirkt wie eine Mischung aus Clubnacht, Selbstfindung und Pop-Inszenierung. Dabei setzt sie nicht allein auf tanzbare Produktionen, sondern auch auf Geschichten, die ihre Erfahrungen und Emotionen in den Mittelpunkt rücken. Genau diese Verbindung aus Energie und Ehrlichkeit macht „Dirty Blonde“ zu einem der interessantesten Projekte ihrer bisherigen Karriere. Wer moderne Dance-Pop-Sounds mit persönlicher Note schätzt, dürfte hier einiges entdecken.


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