Cover: Black Label Society - Engines of Demolition
7/8
mix1 Bewertung

"Engines of Demolition" bringt harten Sound

Mit Engines of Demolition liefert Black Label Society genau das, was man erwartet – und irgendwie trotzdem mehr. Zwischen staubigen Southern-Rock-Vibes, fetten Metal-Riffs und diesen typischen, leicht melancholischen Melodien zieht sich das Album wie ein durchgehender Roadtrip durch die düsteren Ecken des Genres. Mastermind Zakk Wylde bleibt sich treu: viel Druck auf den Saiten, aber immer wieder Momente, die plötzlich runterfahren und emotional treffen. Dieses Wechselspiel ist kein Zufall, sondern genau das, was BLS seit Jahren ausmacht.

Spannend ist der Kontext hinter dem Album: Während Wylde bei der Pantera Celebration seine verstorbenen Freunde Dimebag Darrell und Vinnie Paul ehrte, lief parallel der kreative Prozess für neue Songs. Und das hört man. Tracks wie „The Gallows“, „Lord Humungus“, „Broken and Blind“ oder „Name In Blood“ tragen diese Mischung aus Wucht und Nachdenklichkeit in sich. Kein glattgebügelter Sound, sondern eher ein bewusst raues Gesamtbild, das stellenweise fast wie live eingespielt wirkt. Genau das macht die Platte greifbar – als würde sie eher passieren als geplant sein.

Was „Engines of Demolition“ stark macht, ist diese kompromisslose Haltung. Kein Trend-Schielen, kein moderner Anstrich, der unbedingt mithalten will. Stattdessen gibt’s ehrlichen, bluesgetränkten Hardrock mit ordentlich Metal-Kante. Für Fans ist das ein No-Brainer, für Neueinsteiger vielleicht ein bisschen viel auf einmal – aber genau das ist auch der Reiz. Zakk Wylde wirkt hier wie jemand, der längst nichts mehr beweisen muss und genau deshalb so frei spielt wie lange nicht. Das Ergebnis: ein Album, das nicht versucht zu gefallen, sondern einfach macht.

Tracklist

01 Name In Blood
02 Gatherer Of Souls
03 The Hand Of Tomorrows Grave
04 Better Days & Wiser Times
05 Broken And Blind
06 The Gallows
07 Above & Below
08 Back To Me
09 Lord Humungus
10 Pedal To The Floor
11 Broken Pieces
12 The Stranger
13 Ozzy's Song