Bruno Ferrara zwischen Sehnsucht und Erinnerung
Eine alte Liebe kann erstaunlich hartnäckig sein. Genau davon handelt Bruno Ferraras „Ich will dich noch immer“. Im Song geht es um einen Menschen, der trotz vergangener Zeit nie ganz aus den Gedanken verschwunden ist. Erinnerungen kommen wieder hoch, das Vermissen ebenfalls. Dazu gesellt sich die Hoffnung, noch einmal eine gemeinsame Nacht miteinander verbringen zu können. Ob daraus tatsächlich ein Neuanfang wird, bleibt offen.
Eine Besonderheit liegt in der Sprache. Bruno Ferrara wechselt zwischen Deutsch und Italienisch und erzählt die Geschichte damit zweisprachig. Inhaltlich kreist der Titel um die Frage, was von einer Beziehung übrig bleibt, wenn sie eigentlich längst Vergangenheit sein sollte. Die Antwort des Protagonisten steckt bereits im Titel: Er hat mit dieser Liebe noch nicht abgeschlossen. Statt großer Umwege geht es ziemlich direkt um Erinnerungen, Sehnsucht und den Wunsch, die frühere Nähe zumindest noch einmal erleben zu dürfen.
„Ich will dich noch immer“ beschreibt damit keine frisch entflammte Romanze, sondern das Gegenteil: eine Verbindung, deren gemeinsames Kapitel möglicherweise beendet ist, während einer der Beteiligten innerlich noch ein paar Seiten weiterliest. Der Wechsel zwischen deutscher und italienischer Sprache gibt dieser Liebesgeschichte zusätzlich einen südländischen Einschlag. Bruno Ferrara bleibt dabei konsequent bei einem zentralen Gedanken: Zeit kann vergehen, Erinnerungen offenbar deutlich langsamer.