Cover: Bunch of Ace - Raketenwissenschaft
7/8
mix1 Bewertung

Bunch of Ace: „Raketenwissenschaft“ über Musik und KI

Bei Bunch of Ace darf Musik gern kompliziert sein – nur bitte nicht künstlich verkompliziert. Genau darum kreist „Raketenwissenschaft“, die neue Single der Zwillinge Alessja und Alandra aus Niedersachsen. Der Song nimmt KI und Algorithmen im Musikbetrieb ins Visier, ohne daraus gleich eine Grundsatzvorlesung zu basteln. Musik und Liebe seien für die beiden Dinge, bei denen ein technischer Umweg nicht unbedingt weiterhilft. Ihre eigene Haltung formulieren sie ziemlich eindeutig: Songs sollen nicht aus Prompts entstehen, sondern beim gemeinsamen Schreiben und Musizieren. „Raketenwissenschaft“ gehört zugleich zum kommenden deutschsprachigen Album von Bunch of Ace.

Musikalisch bleiben die Rollen klar verteilt. Alandra übernimmt Gitarre und Leadgesang, Alessja sitzt am Schlagzeug und singt ebenfalls. Rockige Gitarren treffen bei der Single auf einen geradlinigen Beat. Geschrieben und komponiert werden die Songs von den Schwestern selbst – angefangen haben sie damit bereits im Alter von 13 Jahren. Ihre Einflüsse reichen laut Band von Buddy Guy bis Taylor Swift, Pop bildet dabei den Ausgangspunkt, ohne andere Stilrichtungen außen vor zu lassen.

Für „Raketenwissenschaft“ ging es zur Produktion nach Riga. Dort arbeiteten Alessja und Alandra mit Arrangeur Edgar Jass zusammen. Aufnahme und Mixing lagen bei Pauls Dāvis Megi, das Mastering übernahm Svante Forsbäck von Chartmakers in Finnland, der unter anderem bereits mit Sunrise Avenue gearbeitet hat. Hinter dem Thema KI steckt damit kein theoretischer Seitenhieb aus sicherer Entfernung: Bunch of Ace beschreiben vielmehr, wie sie selbst Musik machen wollen – schreiben, spielen, aufnehmen, gemeinsam entscheiden. Kein Prompt erledigt die Probe, und spätestens am Schlagzeug wäre die Textzeile ohnehin nur begrenzt hilfreich.
Anzeige

Musik-Newsletter