Chaka Khan feiert Comeback mit ,Chakzilla‘
Mit „Chakzilla“ macht Chaka Khan sofort klar, dass sie auch nach Jahrzehnten im Musikgeschäft immer noch genau weiß, wie man einen Raum komplett übernimmt. Der neue Song klingt groß, laut und energiegeladen, ohne sich dabei krampfhaft modern anzubiedern. Stattdessen setzt Chaka Khan auf das, was sie seit jeher ausmacht: diese unverwechselbare Stimme, jede Menge Groove und eine Ausstrahlung, die selbst durch Kopfhörer noch riesig wirkt. Unterstützt von einer pulsierenden Bassline und treibenden Beats entwickelt „Chakzilla“ schnell diese euphorische Energie, bei der man automatisch mit dem Kopf nickt. Dazu kommt die Zusammenarbeit mit Sia und Produzent Greg Kurstin, die dem Song zusätzlich einen modernen Pop-Anstrich geben, ohne den typischen Chaka-Khan-Vibe zu verlieren. Besonders die Backing Vocals von Sia passen erstaunlich gut in diesen explosiven Mix aus Soul, Disco und Pop.
Auch das Musikvideo hält sich nicht gerade zurück. Chaka Khan zieht darin wie eine glamouröse Riesengestalt durch eine zerstörte Stadt und verwandelt das Ganze in eine ziemlich unterhaltsame Hommage an klassische Monsterfilme. Statt düsterem Weltuntergang gibt es hier allerdings Glitzer, Drama und jede Menge Selbstbewusstsein. Das Video wirkt bewusst überzeichnet, fast campig, aber genau dadurch funktioniert die Inszenierung so gut. Chaka spielt mit ihrem eigenen Mythos und wirkt dabei, als hätte sie riesigen Spaß an diesem überlebensgroßen Charakter namens „Chakzilla“. Gerade weil heute viele Popvideos auf maximale Coolness setzen, fühlt sich diese Mischung aus Kinoästhetik, Humor und Glamour angenehm anders an.
Dass Chaka Khan weiterhin als absolute Ausnahmeerscheinung gilt, überrascht ohnehin niemanden mehr. Die GRAMMY-Ehrung mit dem Lifetime Achievement Award und die Aufnahme in die Rock & Roll Hall of Fame haben ihren Status längst zementiert. Trotzdem wirkt „Chakzilla“ nicht wie ein nostalgischer Rückblick auf vergangene Zeiten. Der Song hat vielmehr das Gefühl von jemandem, der immer noch Lust auf große Refrains, große Gesten und große Emotionen hat. Inhaltlich geht es um Liebe, Lebensfreude und darum, sich selbst wieder stärker zu spüren – natürlich mit möglichst viel Tanzfläche dazu. Genau diese positive, fast ansteckende Energie macht „Chakzilla“ so unterhaltsam. Der Track nimmt sich selbst nicht zu ernst, klingt aber gleichzeitig extrem selbstbewusst. Und genau deshalb könnte daraus tatsächlich einer dieser Songs werden, die plötzlich den kompletten Sommer begleiten.
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