Cover: CJ Stone & Rocco - Like Heaven
7/8
mix1 Bewertung

CJ Stone & Rocco starten mit „Like Heaven“ durch

CJ Stone und Rocco machen wieder gemeinsame Sache. Für ihre neue Single „Like Heaven“ greifen die beiden auf jene Mischung aus Dance und Uplifting Trance zurück, mit der sie bereits gemeinsam auf den Dancefloors unterwegs waren. Diesmal bestimmen eine prägnante Vocal-Hook, eine eingängige Melodie und treibende Rhythmen das Gerüst. Der Track ist klar für die Peak-Time gebaut, verliert sich aber nicht in permanentem Vollgas. Gerade die Breakdowns spielen eine wichtige Rolle: Hier öffnet sich das Arrangement, die melodische Seite bekommt mehr Platz, anschließend zieht die Produktion wieder an. Der große Festival-Drop ist entsprechend als Gegenpol angelegt. Das Prinzip kennt man aus dem Trance- und Dance-Bereich, entscheidend ist deshalb weniger die Überraschung als das Zusammenspiel der einzelnen Elemente. Vocals und Melodie übernehmen den Wiedererkennungswert, während der Rhythmus den Track konsequent in Bewegung hält. CJ Stone und Rocco bleiben damit auf einem Terrain, das beide bestens kennen. Kein komplizierter Genre-Spagat, keine unnötigen Umwege – „Like Heaven“ arbeitet ziemlich zielstrebig auf jene Momente hin, in denen auf dem Floor die Arme nach oben gehen.

Dass CJ Stone und Rocco erneut gemeinsam im Studio-Kontext auftauchen, ist dabei kein erstmaliges Zusammentreffen. Das Duo hat bereits zuvor zusammengearbeitet und knüpft mit der neuen Nummer an diese Verbindung an. Musikalisch liegt der Fokus diesmal auf euphorischem Uplifting Dance Trance. Die Vocal-Hook sitzt prominent im Arrangement und dient neben der Melodie als zentraler Orientierungspunkt. Drumherum läuft ein treibendes rhythmisches Fundament, das den Wechsel zwischen melodischen Passagen und Festival-Drop zusammenhält. Gerade dieser Aufbau ist für die Funktion des Tracks entscheidend. In den Breakdowns darf die Spannung kurz Luft holen, bevor die Energie wieder in Richtung Dancefloor kippt. Das ist bewusst groß gedacht und weder minimalistisch noch verkopft. Wer hier auf sieben versteckte Rhythmuswechsel und einen überraschenden Jazz-Ausflug wartet, dürfte länger warten. „Like Heaven“ bleibt bei seiner Dance-Trance-Idee und arbeitet mit den dafür vorgesehenen Werkzeugen: Hook, Melodie, Rhythmus, Break und Drop. Durch die Vocals erhält die Produktion zusätzlich eine poppig zugängliche Ebene, ohne dass der Club-Charakter dadurch aus dem Blick gerät.

Entsprechend breit ist das mögliche Einsatzgebiet angelegt. Festivalbühne und Club liegen bei der Produktion auf der Hand, gleichzeitig funktioniert die melodische Ausrichtung auch außerhalb eines DJ-Sets. Der Feel-Good-Charakter entsteht vor allem durch das Zusammenspiel der Vocals mit den euphorischen Trance-Elementen, während die treibenden Rhythmen verhindern, dass die Nummer in ihren Breakdowns hängen bleibt. CJ Stone und Rocco wechseln gezielt zwischen diesen beiden Polen. Erst Raum für Hook und Melodie, dann wieder Bewegung nach vorne. Dadurch bekommt der Track jene klassische Spannungskurve, die im Uplifting Dance Trance seit Jahren zuverlässig funktioniert. Besonders die Kombination aus Vocal-Hook und Festival-Drop definiert, wo „Like Heaven“ musikalisch hinwill: weg von dunkler Clubästhetik, hin zu offenen Melodien und großen Peak-Time-Momenten. Dass die beiden Produzenten dafür erneut zusammenarbeiten, passt zur Ausrichtung. Ihre gemeinsame Dancefloor-Vergangenheit wird nicht groß erklärt oder nostalgisch ausgeschlachtet, sondern schlicht fortgeführt. Am Ende bleibt eine geradlinige Dance-Trance-Produktion, die ihren Zweck ziemlich genau kennt. Und manchmal braucht ein Floor eben keine komplizierte Gebrauchsanweisung – Break abwarten, Hände hoch, weiter geht’s.

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