Clemens Maria Haas bringt Glücks-Song 2026
Bevor man hier überhaupt auf Play drückt, wird erstmal ein kleines Ritual vorgeschlagen – Hand aufs Herz, Wunsch denken, dann erst starten. Klingt ein bisschen wie Glücksformel zum Mitmachen, passt aber ziemlich gut zu dem, was Clemens Maria Haas mit „Das Glück gepachtet“ abliefert. Der Track will gar nicht subtil sein, sondern direkt dieses Gefühl triggern, das man sonst eher von großen Live-Momenten kennt: viele Menschen, ein Beat, der sofort zündet, und dieser eine Refrain, bei dem plötzlich alle mitgehen. Genau darauf ist der Song gebaut – weniger Kopf, mehr Bauch.
Musikalisch geht’s klar in Richtung Irish-inspirierter Rock-Pop. 108 BPM, treibender 4-to-the-Floor, dazu Mandoline und Fiddle, die sofort so eine leicht folkige, fast festivalartige Stimmung erzeugen. Man hat direkt Bilder im Kopf – irgendwo zwischen Open-Air, Tanzfläche und diesem einen Moment, in dem alle gleichzeitig klatschen. Dass Haas weiß, wie sowas funktioniert, überrascht nicht. Mit seinem Hit „Katharine Katharine“ hat er schon gezeigt, wie man Songs schreibt, die sich festsetzen und über Jahre funktionieren. „Das Glück gepachtet“ wirkt wie eine Weiterführung dieses Prinzips: simpel, effektiv und komplett auf positive Energie ausgelegt.
Spannend ist auch, dass der Song eigentlich schon deutlich älter ist und jetzt erst seine große Bühne bekommt. Das erklärt vielleicht, warum er sich so „fertig“ anfühlt – da steckt Erfahrung drin, aber ohne alt zu wirken. Unterstützt wird das Ganze durch eine visuelle Welt, die stark auf das Glückssymbol setzt, inklusive Kleeblatt-Vibes und Live-Bildern aus echten Shows. Dazu kommt die Zusammenarbeit mit Geigerin Linny, die dem Sound nochmal eine zusätzliche Dynamik gibt. Am Ende ist „Das Glück gepachtet“ genau das, was es sein will: ein Song, der nicht groß erklärt werden muss, sondern einfach funktioniert – einschalten, mitgehen, kurz alles andere vergessen.
Video