Cover: Dean Skati - Quantum Magnetix
6/8
mix1 Bewertung
EP

Quantum Magnetix

Dean Skati

Label: Brennstoff Music
Kategorie: Dance | Synthie Pop
Veröffentlichung: 27.03.2026

Dean Skati veröffentlicht Album „Quantum Magnetix“

Peter Szkatula, vielen Musikfans eher unter seinen Künstlernamen Dean Skati und Mystarwerk bekannt, meldet sich mit einem neuen Album zurück – und das trägt den ziemlich futuristischen Titel „Quantum Magnetix“. Wer den Musiker kennt, weiß: Hier geht es selten um schnelle Trends oder glattgebügelte Streaming-Formeln. Stattdessen steht Szkatula seit Jahren für unabhängige Produktionen aus eigener Hand. Schon bei seinem Debüt „Geniestreich“ machte er klar, dass er den gesamten Prozess selbst steuert – von der ersten Idee bis zum fertigen Master. Auch diesmal bleibt er diesem Ansatz treu. Komposition, Recording, Mixing und Mastering entstehen komplett im eigenen Umfeld, unter seinem Label Brennstoff Music. Das Ergebnis wirkt wie ein persönliches Studio-Tagebuch, nur eben in Albumform.

„Quantum Magnetix“ bewegt sich musikalisch irgendwo zwischen elektronischer Produktion und handgemachter Instrumentierung. Die Tracks sind klar strukturiert, melodisch aufgebaut und vermeiden unnötigen Ballast. Synths treffen auf Gitarren, digitale Texturen auf organische Sounds. Dadurch entsteht eine Mischung, die zwar modern klingt, aber gleichzeitig etwas Bodenständiges hat. Besonders auffällig ist der Fokus auf Songs statt auf reine Klangexperimente. Jeder Track funktioniert als eigene kleine Geschichte, mit Hook, Atmosphäre und klarer Linie. Szkatula setzt dabei nicht auf übertriebene Effekte, sondern auf Details – kleine Soundideen, die sich erst nach mehreren Durchläufen richtig entfalten. Gerade diese Mischung aus elektronischen Elementen und akustischen Farben sorgt dafür, dass das Album nicht in eine feste Genre-Schublade passt.

Interessant ist auch der Produktionsansatz: Während viele Releases heute in großen Teams entstehen, bleibt Szkatula beim klassischen Do-it-yourself-Prinzip. Das gibt der Musik eine persönliche Note, weil jede Entscheidung direkt vom Künstler selbst kommt. „Quantum Magnetix“ wirkt dadurch wie ein Projekt, das ohne großen Druck entstanden ist – eher aus Experimentierfreude und Lust am Klang. Gleichzeitig zeigt das Album, wie vielseitig elektronische Musik sein kann, wenn sie mit echten Instrumenten kombiniert wird. Wer auf melodische Elektronik steht, die nicht komplett im Clubkontext steckt, dürfte hier einige spannende Momente entdecken. Und wer Szkatula schon länger verfolgt, bekommt einen weiteren Einblick in seine sehr eigenständige Produktionswelt.

Tracklist

01 Nirvana 04:09
02 Pulse 123 04:02
03 Referencia 03:08
04 Narkotikum 06:47
05 Mond 02:51
06 Melodx (Vocal) 05:00