Cover: dee jay RUFUS feat. Jazz Aughton - Please don't go
7/8
mix1 Bewertung
Single

Please don't go

dee jay RUFUS feat. Jazz Aughton

Label: Xenia Records
Kategorie: Dance | Dance / Pop
Veröffentlichung: 07.08.2026

„Please don’t go“ neu von dee jay RUFUS & Jazz Aughton

Für dee jay RUFUS ist „Please don’t go“ weit mehr als irgendein Klassiker, den man für eine neue Produktion aus dem Plattenregal zieht. Der Song von KC and the Sunshine Band begleitet Jürgen Kerber, wie RUFUS bürgerlich heißt, bereits seit seinem ersten Profijahr als hauptberuflicher DJ. Damals begann er in der Disco Eden in Merzig im Saarland und nahm den Titel anschließend praktisch mit durch seine weitere Clubgeschichte. Egal, wo er auflegte: „Please don’t go“ gehörte laut RUFUS zu seinem festen Repertoire. Jahrzehnte später dreht sich die Geschichte nun weiter. Gemeinsam mit dem in Belgien lebenden niederländischen Sänger Jazz Aughton hat er eine neue Version des Songs aufgenommen. Ganz neu ist die Kombination der beiden allerdings nicht. Kennengelernt haben sie sich, nachdem Aughton durch mehrere Auftritte bei „The Voice of Flanders“ mediale Aufmerksamkeit bekommen hatte. Ihre erste gemeinsame Veröffentlichung war eine Neuaufnahme von „Never Gonna Give You Up“. Die landete anschließend auf Platz eins der offiziellen DJ Top 100. Statt die Zusammenarbeit nach diesem Ergebnis wieder in der Schublade zu verstauen, machten RUFUS und Aughton weiter. Dass die Wahl nun ausgerechnet auf „Please don’t go“ fiel, passt zur persönlichen Geschichte des DJs mit dem Stück.

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Das Original von KC and the Sunshine Band gehört seit Jahrzehnten zum Pop- und Disco-Repertoire und wurde bereits Anfang der Neunziger neu bearbeitet. Für die aktuelle Fassung setzte sich dee jay RUFUS gemeinsam mit Robert Meister an die Produktion. Ihr Ansatz: dem bekannten Liebeslied einen neuen Dance-Rahmen mit sommerlichem Cocktail-Feeling zu geben. Jazz Aughton übernimmt dabei die Solo-Vocals. Damit bleibt die Rollenverteilung übersichtlich. RUFUS und Meister kümmern sich um die Produktion, Aughton steht gesanglich vorne. Für RUFUS schließt sich damit nebenbei ein ziemlich großer Kreis. Der Song lief schon während seiner frühen professionellen DJ-Jahre in seinen Sets; nun arbeitet er selbst an einer eigenen Fassung. Das ist ein konkreter persönlicher Hintergrund, den nicht jedes Remake vorweisen kann. Gleichzeitig knüpft die Aufnahme an die Zusammenarbeit mit Aughton an, die durch „Never Gonna Give You Up“ bereits erfolgreich getestet wurde. Beide beschäftigen sich damit erneut mit einem bekannten Titel, statt nach ihrem ersten gemeinsamen Projekt komplett die Richtung zu wechseln. „Please don’t go“ bekommt einen auf Dancefloor und Radio ausgerichteten Produktionsrahmen, während Aughtons Stimme die bekannte Melodie übernimmt. Wie umfangreich das Arrangement gegenüber dem Original verändert wurde oder welche Instrumente und Produktionstechniken im Einzelnen verwendet wurden, ist nicht angegeben. Bekannt ist jedoch, dass Robert Meister gemeinsam mit RUFUS am Pult saß und die sommerliche Ausrichtung bewusst Teil des Konzepts war.

Die neue Version ist außerdem nicht das einzige Projekt, an dem dee jay RUFUS arbeitet. Ein drittes Album ist bereits angekündigt. Es soll die Reihe nach „my golden TAPES“ und „music MOMENTS“ fortführen und rund um seinen 66. Geburtstag erscheinen. Damit steht „Please don’t go“ in einer Phase, in der RUFUS seine langjährige DJ-Vergangenheit mit neuen Produktionen zusammenführt. Gerade bei diesem Song ist die Verbindung besonders direkt. Vom festen Bestandteil seiner damaligen Clubsets bis zur eigenen Produktion liegen mehrere Jahrzehnte – die musikalische Bekanntschaft mit dem Stück ist also deutlich älter als die aktuelle Studiofassung. Jazz Aughton bringt wiederum seine Erfahrung als Sänger und ehemaliger Teilnehmer von „The Voice of Flanders“ in die Kooperation ein. Nach dem gemeinsamen Erfolg mit „Never Gonna Give You Up“ folgt somit keine zufällig zusammengestellte zweite Runde, sondern die Fortführung einer bereits begonnenen Zusammenarbeit. Dass erneut ein bekannter Song ausgewählt wurde, passt zum bisherigen Konzept des Duos. Dieses Mal kommt allerdings RUFUS’ persönliche Vorgeschichte hinzu. „Please don’t go“ war Teil seines Berufsstarts als DJ und blieb danach in seinen Sets. Nun trägt eine Version des Klassikers seinen eigenen Namen. Manchmal braucht ein alter Lieblingssong eben ein paar Jahrzehnte, bis man selbst hinter dem Mischpult seiner Neuaufnahme sitzt.
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