DEVADO erzählt ihre Geschichte in „Dankbar“
Mit „Dankbar“ zeigt DEVADO eine Seite, die persönlicher kaum sein könnte. Die Münchner Künstlerin, ausgezeichnet mit dem Sony Female Producer Prize, öffnet in ihrer neuen Single ein sehr privates Kapitel ihres Lebens. Der Song fühlt sich an wie ein Brief an ihr jüngeres Ich – ehrlich, verletzlich und ohne große Inszenierung. Statt einer aufwendigen Produktion baut DEVADO den Track fast komplett aus ihrer eigenen Stimme und Body Sounds. Klatschen, Atmen, rhythmische Vocal-Elemente – alles entsteht direkt aus ihr selbst. Dadurch wirkt „Dankbar“ unglaublich nahbar. Man hört nicht nur eine Geschichte, man spürt sie auch.
Der Hintergrund des Songs ist alles andere als leicht. Schon früh musste DEVADO lernen, mit schweren Momenten umzugehen: Der Verlust ihres Vaters mit 13, Mutter werden mit 18 und später ein Hörsturz, der plötzlich die Angst auslöste, nie wieder Musik machen zu können. Stoff für ein Drama wäre also genug da gewesen. Doch „Dankbar“ geht einen anderen Weg. Statt sich in der Vergangenheit zu verlieren, blickt der Song nach vorn. Es geht um Stärke, um Durchhalten und darum, trotz aller Unsicherheiten weiterzumachen. Gerade diese Perspektive gibt dem Track seine Kraft. Die Stimme, die viele bereits aus Disneys „Vaiana“ kennen, trägt die Emotionen ohne große Effekte – roh, direkt und ehrlich.
„Dankbar“ markiert gleichzeitig einen wichtigen Schritt in DEVADOs Karriere. Der Song ist der Auftakt zu ihrem ersten deutschsprachigen Album, das im Herbst erscheinen soll. Während sie bisher oft international unterwegs war, rückt ihre Musik jetzt sprachlich und emotional noch näher an ihr Publikum. Der Track wirkt wie ein stiller Moment zwischen all den lauten Geschichten der Popwelt. Kein Pathos, kein Drama – nur eine Musikerin, die zurückblickt und erkennt, wie weit sie gekommen ist. Genau darin liegt die Stärke von „Dankbar“: ein Song über Krisen, der am Ende vor allem eines ausstrahlt – Hoffnung.
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