Dick Brave verpasst dem Hit "Wackelkontakt" neuen Schwung
Wenn ein Song sowieso schon überall hängen bleibt, ist die Gefahr groß, dass eine neue Version schnell wie ein unnötiger Remix wirkt. Bei „Wackelkontakt (Rockabilly Version)“ passiert aber genau das Gegenteil. Oimara und Dick Brave nehmen den bekannten Hit und drehen ihn einmal komplett durch die Jukebox der 50er-Jahre. Heraus kommt ein Track, der zwar vertraut klingt, aber gleichzeitig eine ganz andere Stimmung transportiert. Statt entspanntem Mitschunkeln gibt’s hier rockende Gitarren, einen stampfenden Beat und jede Menge Retro-Charme. Der Song wirkt dadurch deutlich wilder, direkter und vor allem wie gemacht für eine verschwitzte Tanzfläche irgendwo zwischen Rock’n’Roll-Club und Festivalbierbank.
Oimara bringt weiterhin seinen lockeren Humor und die eingängigen Zeilen mit, die schon das Original so stark gemacht haben. Genau das harmoniert überraschend gut mit Dick Braves Rockabilly-Welt. Seine Stimme, die markanten Gitarrenlicks und dieser klassische Vintage-Groove geben „Wackelkontakt“ plötzlich eine ganz neue Farbe. Das Spannende daran: Der Song verliert dabei nie seinen eigentlichen Charakter. Statt krampfhaft modern oder künstlich retro zu wirken, klingt die Nummer einfach nach zwei Künstlern, die sichtbar Spaß an der Sache hatten. Gerade dieser unkomplizierte Vibe macht die Kollaboration sympathisch. Man hört förmlich heraus, dass hier niemand versucht, besonders cool zu sein. Der Track funktioniert einfach, weil die Energie stimmt.
Mit dem Wechselspiel der Stimmen, den swingenden Rhythmen und dem drückenden Kontrabass-Feeling entwickelt die Nummer ordentlich Tempo. Die Rockabilly-Version wirkt wie ein spontaner Live-Moment, bei dem niemand still sitzen bleiben möchte. Dick Brave bringt seine jahrelange Rock’n’Roll-Erfahrung locker ein, während Oimara den Song weiterhin mit seiner charmanten Art trägt. Genau daraus entsteht diese Mischung, die gleichzeitig nostalgisch und modern klingt. „Wackelkontakt (Rockabilly Version)“ zeigt ziemlich gut, wie spannend Musik werden kann, wenn zwei unterschiedliche Styles nicht gegeneinander arbeiten, sondern sich gegenseitig hochziehen. Das Ergebnis ist ein Song mit ordentlich Bewegung, guter Laune und einem Sound, der sofort Lust auf Mitsingen macht.
Video