Cover: Dominik Gassner - Oafoch weg
7/8
mix1 Bewertung

Dominik Gassner will mit „Oafoch weg“ einfach los

Nicht wissen, wie lange. Nicht wissen, wohin. Hauptsache los. Dominik Gassner baut „Oafoch weg“ genau auf diesem Gedanken auf und schickt zwei Menschen ohne großes Reiseprogramm auf die Straße. Sachen einpacken, Alltag liegen lassen, Lichter im Rückspiegel kleiner werden sehen. Schon zu Beginn singt der gebürtige Salzburger im österreichischen Dialekt davon, weder Dauer noch Ziel zu kennen. Der Plan besteht also ziemlich konsequent darin, keinen zu haben.

Die Geschichte lebt von konkreten Roadtrip-Bildern. Kilometer sammeln, aus dem Kofferraum in die Nacht schauen und dort bleiben, wo es gerade passt. Was vorher kompliziert erschien, soll mit etwas Entfernung übersichtlicher werden. Gassner bewegt sich dabei zwischen Deutschpop und Austropop, der Dialekt gehört fest zum Song. Genau damit hat er sich auch auf Social Media ein großes Publikum aufgebaut: Mehr als 170.000 Menschen folgen seiner Arbeit, bekannt wurden besonders seine Dialekt-Coverversionen populärer Songs unter der Frage „Wie würde … im österreichischen Dialekt klingen?“. Neben eigenen Veröffentlichungen schreibt Gassner außerdem Songs für andere Künstler, darunter Roland Kaiser und Melissa Naschenweng. Für seine Arbeit als Songwriter erhielt er bereits mehrfach Gold und Platin.

Auch im Fernsehen war Gassner unter anderem bei „Immer wieder sonntags“ und der „Starnacht aus der Wachau“ zu sehen. Mit seiner Live-Band steht zudem sein erstes großes Konzert in Wien an, gespielt wird im B72. „Oafoch weg“ passt als Begleitung dorthin beinahe verdächtig gut: ein Song übers Losfahren, während Fans möglicherweise selbst die Reise in die österreichische Hauptstadt planen. Inhaltlich braucht es dafür weder Fernweh-Katalog noch komplizierte Route. Zwei Menschen, ein Auto und die Entscheidung, für eine Weile nicht wissen zu müssen, was als Nächstes kommt, reichen völlig.
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