Cover: Earl Dean Johnson - Tut mir leid
7/8
mix1 Bewertung

Earl Dean Johnson: Rock’n’Roll mit „Tut mir leid“

Earl Dean Johnson kam ziemlich früh auf Rock’n’Roll-Kurs. Mit fünf Jahren saß der Musiker aus Tutzing im 30-Tonner seines Vaters und hörte zwischen Dieselgeräusch und LKW-Alltag Elvis Presleys Version von „Tutti Frutti“. Der Song blieb hängen, Johnson entdeckte Rockabilly für sich. Später spielte er mit seiner ersten Münchner Band Race Cats sogar ein Konzert auf der Zugspitze. Eine Musikerbiografie mit Höhenmetern hat schließlich auch nicht jeder.

Der Spotify-Player erscheint nur bei Promo-Einträgen: Weitere Informationen
Sein späteres Produzententeam lernte Earl Dean „The Flash“ Johnson eher nebenbei bei der Autopflege in Starnberg kennen. Danach ging es ins ehemalige Jack-White-Studio, wo zahlreiche Demos entstanden. Das Konzept: klassische Rock’n’Roll-Songs mit deutschen Texten. Nach einer längeren Auswahl fiel die Entscheidung für das Debüt auf „Tut mir leid“. Für die Aufnahme holte Johnson seine Musiker-Kollegen ins Studio. Altsaxophon und Baritonsaxophon treffen dort auf Gitarren und Acoustic Piano – eine Instrumentierung, die bewusst am Rock’n’Roll der 1950er-Jahre orientiert ist.

Noch interessanter ist die Aufnahmetechnik. Statt Instrumente und Gesang nacheinander auf einzelne Spuren zu verteilen, spielte die komplette Besetzung das Stück gemeinsam ein. Auch Johnsons Vocals entstanden innerhalb dieses Live-Settings. Aufgenommen wurde direkt auf 12-Zoll-Band, ganz nach der Arbeitsweise früherer Studiotage. „Tut mir leid“ ist damit nicht bloß optisch oder bei der Instrumentenwahl an den Fünfzigern angelehnt. Schon während der Produktion galten Regeln, die heute eher selten geworden sind: Musiker in einen Raum, Bandmaschine an, losspielen.
Facebook Facebook Instagram Instagram

Video

Anzeige
Anzeige

Musik-Newsletter