„Call It In von Editors: Neue Single, neue Phase
Neue Musik von Editors fühlt sich immer ein bisschen wie ein Update vom eigenen Leben an – düster, intensiv, aber nie komplett hoffnungslos. Genau da setzt auch „Call It In“ an, die erste frische Single seit dem Album EBM. Entstanden ist der Track in einer Phase, in der die Band irgendwo zwischen Studio-Vibes und Live-Energie unterwegs war. Während Frontmann Tom Smith noch an seinem Soloalbum There Is Nothing In The Dark That Isn’t There In The Light gefeilt hat, liefen parallel schon wieder gemeinsame Sessions. Und genau das hört man auch: weniger verkopft, mehr Bandgefühl, mehr dieses „alle in einem Raum und schauen, was passiert“-Ding.
Inhaltlich geht’s bei „Call It In“ nicht gerade um leichte Kost. Existenzielle Unsicherheit, das Gefühl, im ganzen Lärm da draußen kurz unterzugehen – kennen wahrscheinlich mehr Leute, als sie zugeben würden. Der Song packt genau diesen Moment, in dem man merkt, dass man Hilfe braucht, und zieht daraus überraschend viel Wärme. Statt komplett im Dunkeln zu versinken, findet der Track immer wieder kleine Lichtblicke. Klingt kitschig, ist es aber nicht. Eher so ein ehrliches Eingeständnis, dass man eben nicht alles alleine regeln muss. Auch visuell bleibt’s in der Familie: Gitarrist Justin Lockey hat beim Video Regie geführt und bringt die Stimmung ziemlich direkt auf den Punkt.
Wer jetzt Bock bekommen hat, das Ganze nicht nur auf Kopfhörern zu erleben, kann schon mal den Kalender checken. Nach diversen Festival-Stopps geht’s für Editors auf große Headliner-Tour, die sie auch wieder nach Deutschland und Wien führt.
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