Cover: ela. - Pinke Plüschjacke
7/8
mix1 Bewertung

ela. zeigt Stärke mit „Pinke Plüschjacke“

ela. macht aus ihrer Geschichte keinen kitschigen Selbstfindungsfilm, sondern ehrliche Musik mit Haltung. Als Kind kam sie gemeinsam mit ihrer Mutter aus der Ukraine nach Deutschland – mit zwei Taschen, vielen offenen Fragen und dem Gefühl, ständig zwischen den Welten zu stehen. Kurz davor verlor sie ihren leiblichen Vater. Während andere Kinder einfach dazugehören konnten, musste ela. erst lernen, wie sich ein Zuhause überhaupt anfühlt. Dass ihre Mutter vom Erbe des verstorbenen Vaters ein Klavier kaufte, wurde zum Wendepunkt. Statt alles in sich hineinzufressen, verwandelte ela. ihre Erfahrungen in Songs. Genau das hört man ihrem Album „Pinke Plüschjacke“ an: nichts klingt aufgesetzt, sondern direkt aus dem echten Leben gezogen.

Besonders stark ist dabei das Bild der pinken Plüschjacke. Während viele versuchen, möglichst nicht aufzufallen, wurde dieses Teil für ela. zum Gegenteil: auffällig, weich und gleichzeitig eine Art Schutzschild. Sie erzählt offen davon, wie schwer das Ankommen war, wie ihre Turnschuhe im Müll landeten und wie klar plötzlich wurde, dass sie nicht dazugehört. Aus dieser Erfahrung entstand aber keine Verbitterung, sondern eine eigene kreative Sprache. „Pinke Plüschjacke“ wirkt deshalb nicht wie ein typisches Pop-Album über Selbstliebe, sondern eher wie ein sehr persönlicher Brief an alle, die sich schon mal fehl am Platz gefühlt haben. Die Songs bewegen sich zwischen Verletzlichkeit, Trotz und diesem Moment, in dem man merkt: Vielleicht muss man gar nicht reinpassen.

Musikalisch verbindet ela. emotionale Geschichten mit einer direkten, nahbaren Art. Keine großen Posen, keine künstliche Dramatik – stattdessen viel Gefühl und Bilder, die hängen bleiben. Gerade deshalb funktioniert das Album auch über die persönliche Geschichte hinaus. Es geht nicht nur um Migration oder Ausgrenzung, sondern um dieses universelle Gefühl, anders zu sein. ela. zeigt Integration nicht als komplettes Anpassen, sondern als mutigen Schritt nach vorne, bei dem man die eigenen Ecken und Kanten behält. „Pinke Plüschjacke“ ist damit nicht nur ein Albumtitel, sondern ein Statement: Für alle, die nie ganz reingepasst haben und genau darin irgendwann ihre größte Stärke gefunden haben.

Pinke Plüschjacke Tourdaten 2026:
02.09.2026 Hamburg – Bahnhof Pauli
03.09.2026 Hannover - Lux
09.09.2026 Köln – Helios
10.09.2026 Frankfurt - Nachtleben
23.09.2026 Berlin - Badehaus
24.09.2026 Leipzig - Naumanns

Tickets bei eventim.de

Tracklist

01 Hinter jedem Lächeln (Intro) 01:29
02 Pinke Plüschjacke 02:52
03 wer weiß 02:23
04 Beste Fremde 02:26
05 Peter Pan 03:17
06 Spiegelbild 02:38
07 Ein Kleines Bisschen Glücklich 02:57
08 Blauen Planeten 02:45
09 EASY 02:24
10 Lauf der Dinge 02:57
11 Stärker als Wir 02:55
12 Herz ausgesucht 02:45
13 Wieder ich (Studio Session) 02:47


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