Mit einem sanften Vogelgezwitscher und einer Melodie, die direkt nach Aufbruch klingt, zieht Eli Preiss ihre Hörer*innen direkt rein. Der Opener „Frühling“ auf ihrem dritten Album (Selbst)bewusst startet mit einem kleinen Throwback: Ein Sample ihres Tracks Bussi blitzt auf, wirkt aber nicht nostalgisch, sondern wie ein bewusst gesetzter Marker. Früher stand Eli oft für Leichtigkeit und verspielte Lines – jetzt klingt alles klarer, sortierter, fast schon entschlossen. „Frühling“ ist dabei weniger Jahreszeit als Mindset: ein Zustand zwischen Melancholie und Neuanfang. Lines über Selbstakzeptanz tragen nicht nur den Song, sondern geben die Richtung fürs ganze Album vor. Das wirkt nicht aufgesetzt, sondern eher wie ein ehrlicher Check-in mit sich selbst.
Soundtechnisch passiert hier auch einiges. Synths bauen sich langsam auf, Drums kommen fast schon dramatisch rein, und über allem schwebt diese Stimme, die gleichzeitig weich und bestimmt wirkt. Man merkt schnell: Das hier ist ihr poppigstes Projekt bisher – aber ohne sich irgendwo anzubiedern. Stattdessen bewegt sich das Album locker zwischen Pop, R’n’B und Rap, ohne sich festnageln zu lassen. Mehr echte Instrumente, weniger Trend-Templates, dafür ein Sound, der länger hängen bleibt als ein schneller TikTok-Clip. Gerade diese Mischung macht (Selbst)bewusst spannend, weil es nicht nach Kalkül klingt, sondern nach einer Künstlerin, die ziemlich genau weiß, was sie will. Dass das Ganze in einem kleinen, unabhängigen Team entstanden ist, hört man: weniger Druck, mehr Raum für echte Entscheidungen. Das Ergebnis fühlt sich ruhig an, aber nie langweilig – eher wie jemand, der endlich bei sich angekommen ist, ohne das groß inszenieren zu müssen.
Besonders greifbar wird das im Track 20 & Irgendwas. Da geht’s um dieses seltsame Schweben irgendwo zwischen „alles möglich“ und „keine Ahnung wohin“. Dieses Gefühl, nicht mehr ganz naiv zu sein, aber auch noch nicht komplett angekommen. Eli beschreibt das nicht dramatisch, sondern eher beobachtend – fast schon entspannt. Genau das macht den Song so relatable: Er akzeptiert die Unsicherheit, statt sie wegzudrücken. Insgesamt wirkt das Album wie ein persönlicher Prozess, der bewusst nach außen getragen wird. Keine große Heldinnengeschichte, sondern viele kleine Momente, in denen aus Zweifel langsam Haltung wird. Auch live will Eli das weiterziehen – mit Konzerten, bei denen Handys draußen bleiben und der Fokus wieder auf Musik und Gefühl liegt. Klingt erstmal ungewohnt, passt aber ziemlich gut zu einem Album, das genau davon lebt.Mit einem sanften Vogelgezwitscher und einer Melodie, die direkt nach Aufbruch klingt, zieht Eli Preiss ihre Hörer*innen direkt rein. Der Opener „Frühling“ auf ihrem dritten Album (Selbst)bewusst startet mit einem kleinen Throwback: Ein Sample ihres Tracks Bussi blitzt auf, wirkt aber nicht nostalgisch, sondern wie ein bewusst gesetzter Marker. Früher stand Eli oft für Leichtigkeit und verspielte Lines – jetzt klingt alles klarer, sortierter, fast schon entschlossen. „Frühling“ ist dabei weniger Jahreszeit als Mindset: ein Zustand zwischen Melancholie und Neuanfang. Lines über Selbstakzeptanz tragen nicht nur den Song, sondern geben die Richtung fürs ganze Album vor. Das wirkt nicht aufgesetzt, sondern eher wie ein ehrlicher Check-in mit sich selbst.
Soundtechnisch passiert hier auch einiges. Synths bauen sich langsam auf, Drums kommen fast schon dramatisch rein, und über allem schwebt diese Stimme, die gleichzeitig weich und bestimmt wirkt. Man merkt schnell: Das hier ist ihr poppigstes Projekt bisher – aber ohne sich irgendwo anzubiedern. Stattdessen bewegt sich das Album locker zwischen Pop, R’n’B und Rap, ohne sich festnageln zu lassen. Mehr echte Instrumente, weniger Trend-Templates, dafür ein Sound, der länger hängen bleibt als ein schneller TikTok-Clip. Gerade diese Mischung macht (Selbst)bewusst spannend, weil es nicht nach Kalkül klingt, sondern nach einer Künstlerin, die ziemlich genau weiß, was sie will. Dass das Ganze in einem kleinen, unabhängigen Team entstanden ist, hört man: weniger Druck, mehr Raum für echte Entscheidungen. Das Ergebnis fühlt sich ruhig an, aber nie langweilig – eher wie jemand, der endlich bei sich angekommen ist, ohne das groß inszenieren zu müssen.
Besonders greifbar wird das im Track 20 & Irgendwas. Da geht’s um dieses seltsame Schweben irgendwo zwischen „alles möglich“ und „keine Ahnung wohin“. Dieses Gefühl, nicht mehr ganz naiv zu sein, aber auch noch nicht komplett angekommen. Eli beschreibt das nicht dramatisch, sondern eher beobachtend – fast schon entspannt. Genau das macht den Song so relatable: Er akzeptiert die Unsicherheit, statt sie wegzudrücken. Insgesamt wirkt das Album wie ein persönlicher Prozess, der bewusst nach außen getragen wird. Keine große Heldinnengeschichte, sondern viele kleine Momente, in denen aus Zweifel langsam Haltung wird. Auch live will Eli das weiterziehen – mit Konzerten, bei denen Handys draußen bleiben und der Fokus wieder auf Musik und Gefühl liegt. Klingt erstmal ungewohnt, passt aber ziemlich gut zu einem Album, das genau davon lebt.