Ellie Goulding greift mit ihrer EP „EG.0“ noch einmal auf ein früheres Kapitel ihrer Diskografie zurück. Die britische Sängerin veröffentlicht die zehn Tracks umfassende Sammlung erstmals als eigenständiges Digitalprojekt. Ihren Ursprung hat die EP in der gleichnamigen zweiten Hälfte ihres Albums „Brightest Blue“. Dort bildete „EG.0“ bereits einen separaten musikalischen Abschnitt, der nun unabhängig vom ursprünglichen Album erhältlich ist. Wer die Songs bislang nur im Zusammenhang mit „Brightest Blue“ kannte, kann sie jetzt als eigene Veröffentlichung hören. Allerdings handelt es sich nicht ausschließlich um eine unveränderte Neuauflage. Ellie Goulding hat die Zusammenstellung um weitere Fassungen bekannter Titel ergänzt.
Besonders interessant sind die zusätzlichen Versionen von „Close To Me“ und „Hate Me“. Beide Songs gehören bereits zu Gouldings veröffentlichtem Repertoire und erhalten auf „EG.0“ eine neue Behandlung. Neben Soloversionen sind auch akustische Interpretationen enthalten. Dadurch können die Stücke unabhängig von ihren ursprünglichen Fassungen gehört werden. Bei den Akustikversionen verändert sich vor allem der musikalische Rahmen, während die Soloversionen den Gesang von Ellie Goulding stärker auf ihre eigene Interpretation konzentrieren. Als Fokustrack wurde „Hate Me (Solo Version)“ ausgewählt. Damit rückt die Sängerin einen Song in den Vordergrund, der vielen Hörern bereits bekannt sein dürfte, hier jedoch in einer anderen Fassung erscheint.
Mit der separaten Veröffentlichung von „EG.0“ erhält ein bereits bestehender Teil des Albums „Brightest Blue“ eine eigenständige Form. Die Kombination aus ursprünglichen Aufnahmen und alternativen Versionen ermöglicht es, bekannte Songs aus unterschiedlichen musikalischen Perspektiven zu hören. Für Ellie Goulding ist das Projekt zugleich eine Gelegenheit, Material aus ihrer früheren Albumphase erneut zugänglich zu machen, ohne dafür ein vollständig neues Studioalbum aufzunehmen. Die EP erscheint ausschließlich digital und umfasst insgesamt zehn Titel. Im Vordergrund steht dabei „Hate Me (Solo Version)“, während die zusätzlichen Bearbeitungen von „Close To Me“ das Angebot ergänzen. „EG.0“ richtet den Blick damit auf bereits veröffentlichte Musik und deren unterschiedliche Interpretationen.