Cover: Evanescence - Sanctuary
7/8
mix1 Bewertung
Album

Sanctuary

Evanescence

Label: Columbia / Sony Music
Kategorie: Rock | Alternativ
Veröffentlichung: 05.06.2026
Produkt erhältlich bei:

„Sanctuary“ ist das nächste Kapitel von Evanescence

Mit „Sanctuary“ schlagen Evanescence ein neues Kapitel auf und machen direkt klar, dass sie sich musikalisch nicht auf alten Erfolgen ausruhen wollen. Das Album entstand über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren und scheint genau deshalb besonders intensiv geworden zu sein. Frontfrau Amy Lee beschreibt die Arbeit an der Platte als emotionales Ventil für all das, was sich in den vergangenen Jahren chaotisch und überwältigend angefühlt habe. Gleichzeitig sei „Sanctuary“ aber auch ein Ort geworden, an dem Hoffnung und Verbindung entstanden seien. Genau diese Mischung hört man offenbar auch in den neuen Songs: schwere Gitarren, moderne Produktion und dazu die emotionale Wucht, für die Evanescence seit Jahren bekannt sind. Schon die erste Single „Who Will You Follow“ deutet an, dass die Band härter und gleichzeitig direkter klingt als zuletzt.

Für den Sound des Albums arbeitete die Band unter anderem mit Zakk Cervini und Jordan Fish zusammen. Beide sind für moderne Rock- und Metalproduktionen bekannt und bringen spürbar frische Energie in den Evanescence-Kosmos. Zusätzlich entstanden weitere Songs gemeinsam mit Nick Raskulinecz, der bereits mit Korn, Foo Fighters oder Rush gearbeitet hat. Trotz dieser unterschiedlichen Einflüsse wirkt „Sanctuary“ offenbar wie ein geschlossenes Gesamtwerk statt wie eine lose Sammlung einzelner Tracks. Die Platte verbindet große Melodien mit dunkler Atmosphäre und modernen Heavy-Elementen, ohne dabei den typischen Charakter der Band zu verlieren. Genau das dürfte Fans gefallen, die sich sowohl die emotionale Seite von Evanescence als auch mehr Härte gewünscht haben.

Neben der Musik zeigt auch die Veröffentlichung, wie groß das Projekt angelegt ist. „Sanctuary“ erscheint digital, als Standard-CD, Deluxe-CD und als limitiertes Box-Set, später folgt zusätzlich eine Doppel-Vinyl-Version. Gleichzeitig kommt das Album in einer Phase, in der die Band wieder enormen Rückenwind hat. Die aktuellen Singles „Afterlife“ und „Fight Like A Girl“ wurden von Fans und Kritikern gefeiert, während „Afterlife“ sogar Platz eins der Billboard Mainstream Rock Airplay Charts erreichte. Trotzdem wirkt „Sanctuary“ nicht wie ein Versuch, alte Erfolge zu kopieren. Stattdessen scheint das Album bewusst nach vorne zu schauen – mit moderner Produktion, schweren Songs und einer Band, die immer noch klingt, als hätte sie etwas zu sagen.


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