Felix Jaehn & Cascada covern Upside Down
Mit „Upside Down“ hat Diana Ross damals die Disco-Ära auf links gedreht – jetzt bekommt der Klassiker ein Upgrade für die Gegenwart. Felix Jaehn und Cascada schnappen sich den Hit und verpassen ihm ein Club-Makeover, das ordentlich Druck macht. Retro-Funk trifft auf Nu-House, dazu eine Portion Dance-Pop – fertig ist ein Sound, der nicht nach Mottenkiste klingt, sondern nach Peak-Time. Dass der Track gerade durch die Netflix-Serie Stranger Things wieder durch die Decke geht, spielt dem Release natürlich perfekt in die Karten. Timing kann man offenbar lernen.
Felix Jaehn weiß sowieso, wie man aus einem Song globalen Dancefloor-Stoff macht. Sein Remix von OMIs „Cheerleader“ war mehr als nur ein Sommerhit – Platz 1 in 55 Ländern, sechs Wochen an der Spitze der US-Charts. Auch „Ain’t Nobody (Loves Me Better)“ setzte neue Maßstäbe und brachte ihm als jüngstem Künstler zwei Diamant-Auszeichnungen in Deutschland ein. Dazu kommen Remixe für Namen wie Taylor Swift, Ariana Grande, Avicii, Sam Smith oder Troye Sivan. Über zehn Milliarden Streams später ist klar: Der Hamburger hat ein ziemlich sicheres Gespür für Hooks, die bleiben. Nach dem Album „NAGTTB+“ und seinem Outing als non-binär zeigt er jetzt die nächste Facette – selbstbewusst, cluborientiert, offen für Ikonen.
Mit Cascada holt er sich dafür eine Stimme ins Studio, die im Dance-Bereich längst Kultstatus hat. Frontfrau Natalie Horler lieferte mit „Everytime We Touch“ und „Evacuate The Dancefloor“ Hymnen, die in UK auf Platz 1 gingen und international die Charts stürmten. Rund 30 Millionen verkaufte Tonträger sprechen eine klare Sprache. Genau diese Mischung aus Nostalgie und Power macht das neue „Upside Down“ so reizvoll: Der Spirit des Originals bleibt spürbar, aber der Beat zieht deutlich stärker an. Kein angestaubtes Revival, sondern ein selbstbewusster Re-Work, der die Disco-Kugel ins LED-Zeitalter katapultiert. Und ja, der Refrain bleibt ein Ohrwurm – nur eben mit mehr Bass.