Mit „A24“ legt Florian Bunke nicht nur ein Album vor – sondern gleich eine ganze Reiseroute durch sein Innenleben. Der Titel ist dabei mehr als nur eine praktische Straßenbezeichnung: Er steht für die emotionale Achse zwischen Herkunft und Aufbruch, zwischen dem hohen Norden und Berlin, zwischen altem Herzschmerz und neuer Hoffnung. Entstanden ist das Album während regelmäßiger Trips in die Hauptstadt, und man spürt bei jedem Song: Hier hat jemand im Stau gestanden, nachgedacht, losgelassen – und dann den Soundtrack dazu geschrieben.
Musikalisch bewegt sich „A24“ zwischen melancholischer Pop-Nachdenklichkeit und ehrlicher Euphorie. Die Balladen tun weh, aber ohne Drama. Die optimistischen Tracks klingen nicht künstlich happy, sondern echt – wie jemand, der sich das Glück hart erarbeitet hat. Florian sagt selbst: Er wollte das Positive betonen. Und das gelingt. Besonders stark ist die Offenheit, mit der er Schmerz nicht versteckt, sondern einbettet in etwas Größeres: ein Gefühl von Entwicklung, von „es wird wieder“. Kein Selbstmitleid, sondern Selbstakzeptanz.
„A24“ ist ein persönliches Album ohne Pathos. Es klingt wie ein Audiotagebuch aus dem Auto, zwischen zwei Städten, zwischen zwei Lebensphasen. Ehrlich, modern produziert und mit einer Grundstimmung, die trotz aller Melancholie immer wieder nach vorn schaut. Florian Bunke hat nicht nur ein Album gemacht – sondern eine Strecke vertont, die für ihn alles verändert hat.