Foo Fighters: "Of All People" bringt frischen Rock
Mit „Of All People“ liefern die Foo Fighters genau das, was man sich von ihnen erhofft – nur mit einem kleinen Extra an Drive. Der Track knüpft spürbar an die Richtung der letzten Releases an, wirkt dabei aber nicht wie eine Wiederholung, sondern eher wie ein nächster logischer Schritt. Gitarren drücken nach vorne, die Drums sitzen tight, und alles zusammen hat diesen typischen Bandflow, der sofort nach Bühne schreit. Kein unnötiger Schnickschnack, sondern einfach ein Song, der weiß, wie er funktionieren muss. Klingt nach eingespieltem Team – was bei der Band jetzt auch keine große Überraschung ist.
Im Zentrum steht natürlich Dave Grohl, der dem Track mit seiner Stimme genau die richtige Mischung aus Druck und Gefühl gibt. Inhaltlich bleibt „Of All People“ eher offen, setzt mehr auf Stimmung als auf klare Story. Das passt aber gut zum Sound, der sich Stück für Stück aufbaut und dann genau da explodiert, wo man es sich wünscht. Gerade diese Dynamik – ruhig anfangen, Spannung aufziehen, dann Vollgas – gehört ja schon fast zur DNA der Foo Fighters. Und trotzdem wirkt es hier nicht routiniert, sondern eher frisch aufgeladen. Man merkt, dass die Band gerade Bock hat, neue Sachen rauszuhauen, ohne ihre Basics zu verlieren.
Spannend wird’s vor allem mit Blick auf das kommende Album „Your Favorite Toy“. Wenn „Of All People“ die Richtung vorgibt, dann dürfte das Ganze ziemlich energiegeladen werden, aber auch mit genug Raum für Entwicklung. Parallel dazu steht die große Tour an – Europa, Nordamerika, Australien, Neuseeland – also genau die Bühne, auf der solche Tracks erst richtig zünden. Der Song wirkt deshalb wie ein perfekter Übergang: neues Material, aber mit dem vertrauten Vibe, der die Band seit Jahren trägt. Kein krasser Stilbruch, sondern eher ein Beweis dafür, dass die Foo Fighters immer noch wissen, wie man relevanten Rock macht, ohne sich zu verbiegen.
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