„Vollidiot“: Neuer Popschlager von Frank Lukas
Mit „Vollidiot“ bringt Frank Lukas frischen Wind in die Popschlager-Playlist – und ja, der Titel knallt erstmal ordentlich rein. Aber statt billiger Provokation gibt’s hier ein Stück, das ziemlich nah dran ist am echten Leben. Es geht um Selbstzweifel, falsche Abzweigungen und diesen Moment, in dem man merkt: Okay, das war jetzt nicht meine Glanzleistung. Genau da setzt der Song an. Ehrlich, direkt, ohne Drama-Overkill. Wer schon mal nachts wach lag und sich gefragt hat, warum man bestimmte Entscheidungen getroffen hat, wird sich hier wiederfinden.
Musikalisch fährt „Vollidiot“ eine klare Linie. Der Aufbau ist sauber, kein unnötiger Schnickschnack, dafür ein Refrain, der sofort hängen bleibt. Nach einmal Hören summt man das Ding schon mit, ob man will oder nicht. Die Produktion hat Druck, ohne alles zuzuschütten – perfekt für Radio, Club-DJ oder die nächste Live-Show mit Handylichtern im Anschlag. Mit rund dreieinhalb Minuten ist der Track zudem wie gemacht für moderne Playlists: kein endloses Intro, kein ewiges Outro, sondern straight auf den Punkt. Geschrieben und komponiert wurde der Song von Thomas Rosenfeld, der bereits für Namen wie Wolfgang Petry, Bernhard Brink und Andreas Martin gearbeitet hat. Man merkt sofort: Hier weiß jemand, wie ein Refrain sitzen muss.
Nach einem starken Jahr, in dem Frank Lukas seine Stellung im deutschsprachigen Schlager weiter gefestigt hat, wirkt „Vollidiot“ wie der logische nächste Schritt. Kein Imagewechsel, kein aufgesetztes Experiment – sondern genau das, wofür er steht: Songs mit Wiedererkennungswert und einer Portion Selbstironie. Gerade live funktioniert dieses Konzept, weil das Publikum spürt, dass hier keiner den perfekten Helden spielt. Stattdessen jemand, der auch mal danebenliegt und es zugibt. Das macht ihn greifbar. „Vollidiot“ polarisiert vielleicht beim ersten Lesen des Titels, aber spätestens nach dem Refrain wird klar: Hinter dem Wort steckt mehr Herz als Härte. Und genau deshalb hat der Song das Potenzial, sich festzusetzen – im Ohr und vielleicht auch ein bisschen im Kopf.
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