giftig veröffentlichen Debüt-EP „Killing Memories I'd Like to Forget“
„Killing Memories I'd Like to Forget“ markiert den Einstieg von giftig in Albumlänge – auch wenn die Band sich bewusst für das kompaktere Format einer EP entschieden hat. Sechs Songs bilden den Kern der ersten Veröffentlichung und greifen Erinnerungen auf, die sich nicht einfach abschütteln lassen. Im Zentrum stehen zerbrochene Beziehungen, enttäuschte Erwartungen und Wut, die keinen geradlinigen Ausweg findet. Die Texte beschäftigen sich mit Momenten, die nachwirken, statt sie im Rückblick zu beschönigen. Vergangenheit wird hier nicht romantisiert. Vielmehr setzen sich die Stücke direkt mit ihr auseinander und machen genau daraus den roten Faden der EP.
Musikalisch bewegt sich „Killing Memories I'd Like to Forget“ zwischen zwei klar erkennbaren Richtungen. Ein Teil der Songs geht ohne Umwege nach vorne und entwickelt schon vom ersten Takt an spürbaren Druck. Andere Stücke nehmen Tempo heraus und geben ihren Melodien deutlich mehr Platz. Dieser Wechsel prägt den Verlauf der EP und schafft Kontraste, ohne den Zusammenhang der sechs Titel zu verlieren. Immer wieder bewegt sich das Songwriting an der Grenze zwischen eingängigen Melodien und ungebremsten Ausbrüchen. Gerade dieses Spannungsfeld zieht sich durch alle Tracks und bestimmt ihren Charakter. Statt einer einheitlichen Klangfläche entsteht so eine Veröffentlichung, die unterschiedliche Dynamiken zulässt und beide Seiten miteinander verbindet.
Inhaltlich kreist die Debüt-EP um Erinnerungen, die sich nicht verdrängen lassen. Die Songs greifen Situationen auf, in denen Enttäuschung, Frust und ungelöste Konflikte nachhallen. Dabei bleiben die Texte direkt und ungefiltert, ohne sich hinter abstrakten Bildern zu verstecken. Jede der sechs Nummern trägt ihren Teil zu diesem Gesamtbild bei und erweitert die Perspektive auf das zentrale Thema. „Killing Memories I'd Like to Forget“ bildet damit den Auftakt von giftig und fasst die Erfahrungen zusammen, aus denen die EP entstanden ist. Zwischen melodischen Passagen und kompromisslosen Ausbrüchen entsteht ein geschlossenes Gesamtbild, das den Grundgedanken der Veröffentlichung konsequent über alle sechs Songs hinweg verfolgt.
Tracklist
1. Hate Your Guts
2. What’s on my Mind
3. Bleeding Money
4. Twisted Sham
5. Alone to Cry
6. Never Right