Goeran Meyer meldet sich mit EP "Unlined" zurück
Neues Studio, kurzer Kreativ-Stopp, frischer Fokus: Goeran Meyer meldet sich auf seinem eigenen Label MYR zurück – und zwar mit einer EP, die direkt klar macht, wohin die Reise geht. „Unlined“ heißt das gute Stück, komplett im neuen Workspace entstanden und hörbar mit viel Raum zum Atmen produziert. Statt hektischem Peak-Time-Geballer gibt’s hier einen tiefen, organischen Sound, der sich langsam aufbaut. Der Titeltrack rollt entspannt los, schiebt mit treibender Percussion an und öffnet nach und nach eine weite, fast schon hypnotische Atmosphäre. Das ist Musik für lange Nächte, für Sets, die sich Zeit nehmen, für Momente, in denen man nicht auf die Uhr schaut.
Besonders stark: die Vocals von D-Lee. Warm, ausdrucksstark und genau richtig dosiert. Sie geben dem Track eine menschliche Ebene, ohne ihn in Richtung Pop zu ziehen. Stattdessen entsteht dieses Spannungsfeld aus Emotion und Bewegung, das man eher fühlt als analysiert. „Unlined“ bleibt dabei fokussiert, fast minimalistisch, aber nie leer. Jede Fläche, jedes Detail wirkt bewusst gesetzt. Man hört, dass hier jemand mit klarer Vision am Pult saß – und offenbar genau wusste, was er im neuen Studio ausprobieren wollte.
Das Remix-Paket zeigt dann, wie wandelbar der Kern des Tracks ist. Christian Burkhardt dreht am Groove und setzt auf Vorwärtsdrang, Paul Schmidpeter geht direkter auf den Club zu, während Ivo Deutschmann die deep-atmosphärische Seite auslotet. Kaiser Waldon bringt schließlich eine verspielte, funky Note rein. Jeder Remix greift die Vocal-Identität auf, setzt aber einen eigenen Akzent. Mit „Unlined“ schlägt Goeran Meyer damit ein neues Kapitel für MYR auf: zeitlos, tanzbar, emotional aufgeladen – und klar gemacht für den Dancefloor.
Tracklist
01 Unlined (Instrumental Edit) – 07:30
02 Unlined (D-Lee Vocal Edit) – 07:30
03 Unlined (Paul Schmidpeter Remix) – 05:31
04 Unlined (Ivo Deutschmann Remix) – 05:58
05 Unlined (Christian Burkhardt Remix) – 07:09
06 Unlined (Kaiser Waldon Remix) – 07:46
07 Unlined (Radio Edit) – 03:48