Cover: Green Lung - Necropolitan
7/8
mix1 Bewertung

Green Lung: „Necropolitan“ zwischen Doom und London

Green Lung haben für ihr viertes Album „Necropolitan“ ziemlich tief im Londoner Untergrund gegraben. Okkulte Mythen und die Heavy-Musikgeschichte ihrer Heimatstadt bilden den thematischen Rahmen, musikalisch treffen Black-Sabbath-Schwere, Classic Rock und Heavy Metal der Achtziger aufeinander. Folk-Horror zieht sich durch Texte und Artwork. Wer beim Albumtitel bereits Friedhofstore knarren hört, liegt also nicht völlig daneben.

Für die Aufnahmen ging die Londoner Band mit Produzent Tom Dalgety, bekannt durch seine Arbeit mit Opeth und Ghost, in die Rockfield Studios. Dalgety betreute diesmal den kompletten Prozess von der Aufnahme bis zum Mix. Der Ort passt zur musikalischen Ahnenreihe: Black Sabbath, Queen und Judas Priest gehören zu den prägenden Vorbildern von Green Lung und haben ebenfalls in Rockfield gearbeitet. Entscheidend war allerdings weniger die Historie des Studios als die Arbeitsweise darin. Statt künstlicher Studio-Tricks probte die Band das Material ausgiebig und spielte Schlagzeug, Bass sowie Rhythmusgitarren live ein.

Damit sollte vor allem der Bühnensound möglichst direkt auf Band landen. Schwere Riffs treffen auf wilde Hammond-Orgeln und Mellotron-Passagen, ohne dass die Aufnahmen nachträglich glattgezogen werden mussten. „Necropolitan“ knüpft an die Eingängigkeit des Vorgängers „This Heathen Land“ an, lässt dem Material diesmal jedoch mehr Rohheit und Gewicht. Das London-Konzept sitzt nicht bloß dekorativ auf dem Cover, sondern zieht sich durch Musik, Texte und Gestaltung. Erhältlich ist das Album unter anderem als herkömmliche CD, die mit üblichen CD-Playern, Computerlaufwerken sowie den meisten SACD- und Multiplayern kompatibel ist.
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Tracklist

01 Open the Hellmouth 01:50
02 Dance to the Grave 05:17
03 Black Magick Radio 05:01
04 Necropolitan Line 03:55
05 Evil in this House 04:21
06 Together in Death 04:31
07 Ozymandias 05:36
08 Alostrael (Be My Babalon) 04:29
09 To the Gallows Born 05:59
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