Mehr als drei Jahrzehnte gehörte Hannes Schöner zu den Höhnern. Als Bassist, Sänger und Songwriter war er an der Entwicklung der Kölner Band beteiligt, deren Publikum längst über den Karneval hinausreichte. Mit seinem Soloalbum „Nah bei mir“ rückt nun seine eigene Musik in den Vordergrund. Persönliche Erfahrungen bilden den Stoff für die Lieder. Schöner arbeitet dafür in seinem Eifel-Studio, wo er sich seit dem Ausstieg aus der Band seinen eigenen Projekten widmet. Der Albumtitel passt zu dieser Perspektive: Die Geschichten kommen aus seinem Leben und werden aus seinem Blickwinkel erzählt.
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Wie Schöner auf Erlebtes schaut, beschreibt er in einem begleitenden Statement. Er erinnere sich an sehr viel und freue sich darüber, sagt er. Dabei weiß er, dass erste Erfahrungen nicht wiederholbar sind: „Für das allererste Mal gibt es keine zweite Chance.“ In diesem Rückblick haben unterschiedliche Erinnerungen Platz. Manche sind mit Bedauern verbunden, bei anderen ist er froh, dass sie sich nicht wiederholen. Seine Haltung dazu formuliert er mit Dankbarkeit: „Danke, dass ich das alles erleben durfte.“ Diese Gedanken geben einen Einblick in den persönlichen Hintergrund seiner aktuellen Arbeit. Er betrachtet das Erlebte mit seinen angenehmen und schwierigen Seiten und nimmt beides als Teil seiner Geschichte an.
„Nah bei mir“ führt Schöners Arbeit als Sänger und Songwriter außerhalb der langjährigen Bandbesetzung fort. Die Erfahrung aus seiner Zeit bei den Höhnern gehört dazu, doch die Soloarbeit gibt ihm Raum für eigene Themen und unterschiedliche musikalische Ansätze. Das Eifel-Studio ist dafür sein Arbeitsort. Hier widmet er sich Liedern, in denen Erinnerungen, persönliche Erlebnisse und seine Leidenschaft für Musik zusammenkommen. Nach der gemeinsamen Arbeit innerhalb einer bundesweit bekannten Formation steht nun der einzelne Liedermacher im Vordergrund. Seine Beschäftigung mit dem eigenen Leben bleibt dabei konkret: Was ist in Erinnerung geblieben, was durfte einmalig sein, und wofür ist er heute dankbar? Aus dieser Nähe zu den eigenen Erfahrungen entsteht das Material für „Nah bei mir“.