Cover: Harlott - Exsequiis
7/8
mix1 Bewertung

Harlott: „Exsequiis“ schärft den Thrash-Sound

20 Jahre Harlott – und angefangen hat das Ganze denkbar pragmatisch. Vier Teenager aus Melbourne gründeten die Band und suchten einen Namen, der vor allem eine wichtige Voraussetzung erfüllen musste: Er sollte auf einem schwarzen T-Shirt gut aussehen. Musikalisch wurde es später etwas komplizierter. Vom Debüt „Origin“ über „Proliferation“ und „Extinction“ bis zu „Detritus Of The Final Age“ arbeitete die australische Band kontinuierlich an ihrem schnellen, angespannten Thrash Metal.

Nach sechs Jahren ohne neues Album folgt nun „Exsequiis“. Die lange Lücke hat Harlott hörbar nicht dazu verleitet, das Tempo herauszunehmen. Das Material fällt dichter und härter aus, während die Gitarrenarbeit eine zentrale Rolle übernimmt. Rasante Riffs, permanenter Vorwärtsdrang und ein scharf umrissenes Klangbild bestimmen die Platte. Verglichen mit den bisherigen Veröffentlichungen beschreibt die Band das Album als ihren bislang kühnsten Entwicklungsschritt – ohne die Thrash-Grundlage über Bord zu werfen.

Auch textlich herrscht wenig Interesse an freundlicher Weltbetrachtung. „Exsequiis“ blickt zynisch auf eine Gesellschaft, die zunehmend in gegnerische Lager zerfällt. Der Tod der Götter bildet dabei den thematischen Rahmen. Harlott koppeln diese Perspektive an jene Geschwindigkeit und Spannung, die sich durch ihre Diskografie ziehen. Zwei Jahrzehnte nach der eher T-Shirt-orientierten Namensfindung ist aus den vier Teenagern eine Thrash-Metal-Band geworden, die ihre bekannte Gangart auf „Exsequiis“ deutlich verdichtet.
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Tracklist

01 Incipiam 00:48
02 Void 04:16
03 Messiah Simplex 04:20
04 Trial by Liar 04:12
05 The God That Knows No Name 05:49
06 Kleptogenesis 03:06
07 A Still More Glorious Dawn Awaits 05:01
08 The Joyful Stain 03:43
09 Endling 06:06
10 Vice Borne 03:08
11 Exsequiis 05:35
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