Harry Styles dreht wieder auf – und zwar mit Glitzer, Groove und einer klaren Ansage: „Kiss All The Time. Disco, Occasionally.“ heißt sein viertes Studioalbum, das am 06. März 2026 erscheint. Schon die Vorab-Single „
Aperture“ hat gezeigt, wohin die Reise geht: mehr Mut zur Lücke, mehr Tanzfläche, mehr Gefühl zwischen Stroboskop und Sonnenaufgang. Der Track wurde weltweit gefeiert, nicht nur wegen seiner funky Bassline, sondern weil Styles hier hörbar neue Räume aufmacht. Weg vom kalkulierten Pop, hin zu einem Sound, der Disco-Vibes mit bittersüßer Melancholie mischt. Wer genau hinhört, merkt: Das ist kein Nebenbei-Album, sondern eins, das auf Repeat laufen will – nachts im Auto oder morgens mit Kaffee in der Hand.
Und als wäre ein neues Album nicht schon genug Gesprächsstoff, packt Styles noch eine Residency-Tour obendrauf. „Together, Together“ heißt das Ganze – und der Name ist Programm. Statt einmal quer über den Globus zu jetten, spielt er ausschließlich in sieben Städten weltweit. Darunter Amsterdam, London, New York und Sydney. In den USA gibt’s ihn live nur in New York – und zwar richtig. Gleich 30 Shows im Madison Square Garden stehen auf dem Plan. Wer also dachte, ein Konzert reicht, kann sich theoretisch durch den ganzen Monat tanzen. In London setzt er noch einen drauf: sechs Abende im Wembley Stadium. Das fühlt sich weniger nach Tour, mehr nach Pop-Kur an. Fans pilgern, bleiben ein paar Tage, machen die Stadt zum Festivalgelände. Clever gedacht und ziemlich nah dran an der Idee, Musik nicht nur zu spielen, sondern Räume zu schaffen.
Musikalisch soll „Kiss All The Time. Disco, Occasionally.“ laut ersten Stimmen sein bisher vielseitigstes Werk sein. Disco ja, aber nicht geschniegelt. Gitarren blitzen auf, Synths flirren, dazwischen diese Stimme, die längst mehr kann als nur catchy Hooks. Styles wirkt freier, weniger geschniegelt, eher wie jemand, der im Studio ausprobiert hat, bis es klickte. „Aperture“ war nur der Türöffner – der Rest verspricht einen Mix aus Tanz, Drama und dieser leichten Ironie, die ihn so nahbar macht. Während andere auf Streaming-Rekorde schielen, setzt er auf Präsenz: wenige Städte, viele Nächte, echte Verbindung. „Together, Together“ klingt deshalb nicht nach Marketingfloskel, sondern nach einem Plan, der Fans und Künstler auf Augenhöhe bringt. Und irgendwie passt das ziemlich gut in eine Zeit, in der Nähe mehr zählt als Hype.