Henrik & Nils: Handwerk trifft KI in „Hallo Petra“
Künstliche Intelligenz schreibt Texte, beantwortet Fragen, sortiert Daten und mischt längst auch im Berufsalltag mit. Da war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis Henrik & Nils der KI einen Namen geben. Der lautet „Petra“. In ihrem neuen Song „Hallo Petra“ beschäftigen sich die beiden „Botschafter des Handwerks“ mit einem Thema, das inzwischen weit über Tech-Konferenzen und Computerbüros hinausreicht. Auch im Handwerk spielen Digitalisierung, technische Hilfsmittel und künstliche Intelligenz eine zunehmende Rolle. Henrik & Nils kennen diese Entwicklung aus ihrem eigenen beruflichen Umfeld und nähern sich ihr auf die Weise, die zu ihrem bisherigen Weg passt: nicht mit Vortrag, Warnschild oder Zukunftspanik, sondern mit Humor. KI wird im Song weder zum Schreckgespenst erklärt noch zur allwissenden digitalen Kollegin hochgestuft. Stattdessen bekommt sie einen augenzwinkernden Auftritt. Allein die Entscheidung, künstliche Intelligenz kurzerhand Petra zu nennen, nimmt dem großen Zukunftsthema schon ein wenig von seiner technischen Schwere. Das Prinzip ist einfach: Ein komplexes Thema landet dort, wo Henrik & Nils ohnehin unterwegs sind – zwischen Handwerk, Unterhaltung und verständlicher Vermittlung. „Hallo Petra“ erscheint bei Fiesta Records und knüpft damit an die ungewöhnliche Kombination an, mit der sich das Duo bereits über TV-Auftritte, Erklärvideos, Musik und verschiedene Aktionen einen eigenen Platz geschaffen hat.
Hinter diesem Ansatz steckt mehr als ein zufällig aufgegriffener Trend. Henrik & Nils kommen aus dem Handwerk und erleben direkt, wie sich Arbeitsabläufe durch Digitalisierung verändern. Genau deshalb wirkt KI bei ihnen nicht wie ein Begriff, den man schnell noch in einen Songtext gepackt hat, weil gerade alle darüber reden. Technik gehört längst zum Arbeitsalltag vieler Betriebe. Software, digitale Planung und neue Werkzeuge haben Werkstätten und Baustellen verändert, künstliche Intelligenz ist der nächste Teil dieser Entwicklung. Henrik & Nils machen daraus allerdings keine Grundsatzdebatte über Mensch gegen Maschine. „Hallo Petra“ nimmt das Thema bewusst auf die leichte Schulter und sucht den humorvollen Blick auf eine Technologie, die andernorts gern zwischen Weltrettung und Weltuntergang diskutiert wird. Das passt zu ihrer Rolle als „Botschafter des Handwerks“. Über unterschiedliche Formate beschäftigen sich die beiden seit längerem damit, Handwerk zeitgemäß zu vermitteln. Fernsehen gehört dazu, ebenso Erklärvideos, Musik und Aktionen rund um Berufe und Arbeitswelt. Unterhaltung und beruflicher Hintergrund laufen bei ihnen deshalb nicht auf getrennten Schienen. Nun kommt KI dazu. Eine Konstellation, die vor wenigen Jahren wahrscheinlich noch nach Science-Fiction geklungen hätte: zwei Handwerker, ein Song und eine künstliche Intelligenz namens Petra. Heute reicht dafür ein Blick in den Berufsalltag. Digitalisierung ist dort längst kein abstraktes Zukunftswort mehr.
Für die Produktion von „Hallo Petra“ arbeiteten Henrik & Nils mit Oliver deVille zusammen. Der Produzent von Villa Productions verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung und wurde mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichnet. Im Verlauf seiner Karriere war er an Produktionen und Remixen für zahlreiche nationale sowie internationale Künstler beteiligt. Damit liegt die musikalische Umsetzung des Songs bei einem Produzenten, der aus langjähriger Studioarbeit kommt, während Henrik & Nils ihr Thema direkt aus der Schnittstelle zwischen Beruf, Technik und Unterhaltung beziehen. Genau diese Kombination beschreibt auch ziemlich gut, warum „Hallo Petra“ überhaupt entstanden ist. Das Duo behandelt Handwerk nicht als nostalgische Welt, in der seit Jahrzehnten alles gleich funktioniert. Tradition und Digitalisierung existieren im Berufsalltag nebeneinander, manchmal wahrscheinlich friedlich, manchmal mit dem üblichen Technik-Frust. Nun sitzt auch KI mit am Werkstatttisch – zumindest sinnbildlich. Henrik & Nils machen daraus keinen Technikunterricht und versuchen ebenso wenig, eine endgültige Antwort darauf zu geben, was künstliche Intelligenz für das Handwerk bedeutet. Ihr Song nimmt vielmehr die aktuelle Begegnung zwischen Mensch, Beruf und neuer Technologie humorvoll auseinander. Damit bleibt das Duo seiner bisherigen Linie treu: Themen aus dem Handwerk werden so verpackt, dass man dafür keinen Meisterbrief braucht. Und falls die digitale Kollegin Petra irgendwann selbst Werkzeug bestellen, Angebote schreiben und den Kaffeeautomaten reparieren kann, dürfte vermutlich die nächste Strophe fällig werden. Bis dahin bekommt sie erst einmal ihr eigenes Lied.