HUNZGRIPPE liefern ein Statement für Zusammenhalt
Mit „Egal wohin wir ziehen“ veröffentlichen HUNZGRIPPE die vierte Vorabsingle ihres kommenden Albums „Zwischen Zeilen und Welten“ und zeigen erneut, warum ihr Sound innerhalb der deutschsprachigen Punk-Szene so eigenständig funktioniert. Der Song verbindet die rohe Energie klassischer 90er-Skate-Punk-Bands mit bayerischer Mundart und einer erstaunlich emotionalen Grundstimmung. Genau diese Mischung macht die Nummer sofort interessant. Musikalisch fühlt sich der Track an wie eine direkte Verbeugung vor Bands wie No Use For A Name oder Bad Religion, nur eben mit einer ganz eigenen regionalen Note. Statt bloßer Nostalgie entsteht daraus aber ein Song, der modern wirkt und gleichzeitig dieses typische Skate-Punk-Gefühl von Tempo, Freiheit und Zusammenhalt transportiert.
Inhaltlich stellen HUNZGRIPPE eine Beziehung in den Mittelpunkt, die selbst dann bestehen bleibt, wenn um sie herum alles zunehmend chaotischer wird. Genau dadurch bekommt „Egal wohin wir ziehen“ neben seiner enormen Energie auch eine emotionale Ebene. Zwischen schnellen Drums, mehrstimmigen Harmonien und treibenden Gitarren geht es nicht einfach nur um Eskapismus oder gute Laune, sondern um Loyalität, Stabilität und gegenseitigen Halt. Besonders spannend ist dabei der Kontrast zwischen den rasanten Strophen und dem Midtempo-Refrain, der sofort im Kopf hängen bleibt. Der Song schiebt permanent nach vorne, gönnt sich aber genau an den richtigen Stellen genug Raum, damit die Melodie wirken kann. Dadurch entsteht dieser typische Effekt, bei dem man gleichzeitig mitgrölen und trotzdem über die Inhalte nachdenken kann.
HUNZGRIPPE bleiben sich dabei komplett treu. Der Sound wirkt laut, direkt und ehrlich, ohne jemals geschniegelt oder künstlich produziert zu klingen. Gleichzeitig blitzt immer wieder dieses kleine Augenzwinkern durch, das verhindert, dass der Song zu schwer wird. Genau darin liegt eine große Stärke der Band: Selbst wenn es um ernste Themen geht, bleibt immer noch genug Energie und Leichtigkeit übrig, damit die Musik vor allem Spaß macht. „Egal wohin wir ziehen“ funktioniert deshalb nicht nur als schnelle Punk-Nummer, sondern auch als klares Statement für Zusammenhalt in unsicheren Zeiten. Mundart-Cali-Punk trifft hier auf emotionale Ehrlichkeit – und genau diese Kombination bleibt hängen.
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