Jörg Bausch mit „Schleier und Zylinder“: Liebe ohne Drehbuch
Manchmal schreibt das Leben die besseren Songs – und manchmal schreibt Jörg Bausch sie. Mit "Schleier und Zylinder" liefert er einen Track ab, der sich nicht in die gängigen Schlager-Klischees pressen lässt. Statt rosa Wolken gibt’s hier ein Wechselspiel aus Gefühl, Zweifel, Hoffnung – und dieser typischen Bausch’schen Ehrlichkeit, die seine Fans so feiern. Der Song nimmt uns mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt, in der nichts kalkuliert ist, aber alles echt wirkt. Keine große Hollywood-Romanze, sondern Liebe im echten Leben – mit all ihrem Chaos, Rückzugsmomenten und der stillen Hoffnung, dass es am Ende doch passt.
Musikalisch bleibt Jörg Bausch sich treu: tanzbar, eingängig, aber nie belanglos. Und wie immer produziert er komplett selbst – das merkt man an jedem Beat. Hier ist nichts glattgebügelt für die Radiowelle, sondern bewusst mit Ecken und Kanten versehen. Die feine Selbstironie in der Nummer ist fast schon Markenzeichen – irgendwo zwischen „Ich weiß, dass ich’s nicht weiß“ und „Aber ich fühl’s trotzdem“. Schleier und Zylinder zeigt: Auch nach all den Jahren bleibt Bausch neugierig, experimentierfreudig und nahbar.
Ob in der Arena Oberhausen oder in den Playlisten seiner Fans – Jörg Bausch hat seinen Platz gefunden. Nicht laut, nicht schrill, aber konsequent eigenständig. Und genau das macht ihn so spannend. Mit dem neuen Song zeigt er einmal mehr: Liebe ist kein Plan, sondern ein Prozess. Und Musik muss nicht perfekt sein, um zu berühren – sie muss nur ehrlich sein. "Schleier und Zylinder" ist beides.
Video