JATD liefern kraftvollen Retro-Track
Wenn ein Song direkt nach Neonlichtern, großen Synth-Flächen und leicht dramatischem Kopfkino klingt, dann ist man ziemlich schnell bei „The Price That You Pay“ von JATD. Der Track spielt ganz bewusst mit diesem 80er-Vibe, zieht ihn aber nicht einfach durch, sondern verpasst ihm ein modernes Update. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Nostalgie und aktuellem Sounddesign, die sich erstaunlich frisch anfühlt. Statt Retro-Kopie wirkt das Ganze eher wie ein „Was wäre, wenn die 80er heute produziert würden“-Moment.
Im Zentrum steht die Stimme von Janina Dietz, die dem Song genau die Intensität gibt, die er braucht. Mal klar und kontrolliert, dann wieder mit ordentlich Druck, trägt sie den Track durch die verschiedenen Stimmungen. Dazu kommt die musikalische Erfahrung von Robert Papst, der als Multiinstrumentalist und Produzent genau weiß, wie man solche Soundwelten baut. Gemeinsam entsteht ein dichter, fast schon cineastischer Klang, der nicht nur auf den ersten Eindruck setzt, sondern sich Stück für Stück entfaltet. Die Lyrics von Harald Bob Zimmermann fügen sich dabei nahtlos ein und geben dem Ganzen eine zusätzliche emotionale Ebene.
Spannend ist auch der Background des Projekts: Kollaborationen mit Namen wie Jimi Jamison, Status Quo oder Matchbox Twenty zeigen, dass hier ordentlich Erfahrung zusammenkommt. Genau das hört man auch. „The Price That You Pay“ wirkt nicht wie ein schneller Track, sondern wie ein durchdachtes Gesamtpaket. Er zieht einen rein, baut Spannung auf und hält sie konstant oben. Kein Song für nebenbei, eher einer, der bewusst gehört werden will – am besten mit ein bisschen Lautstärke und Zeit, um die Details mitzunehmen.
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