Mit „Middle of Nowhere“ legt Kacey Musgraves ihr sechstes Studioalbum vor und bleibt dabei genau die Künstlerin, die Fans seit Jahren feiern: ehrlich, selbstbewusst und immer mit einem kleinen Augenzwinkern unterwegs. Die achtfache Grammy-Gewinnerin schafft es erneut, Geschichten aus dem echten Leben in Songs zu verwandeln, die gleichzeitig persönlich und universell wirken. Statt auf große Dramen setzt Musgraves auf Beobachtungen aus dem Alltag – Beziehungen, Veränderungen und diese Momente, in denen man sich irgendwo zwischen Aufbruch und Stillstand wiederfindet. Genau dort spielt auch der Albumtitel hinein. „Middle of Nowhere“ fühlt sich wie ein musikalischer Roadtrip an, bei dem man nicht genau weiß, wohin die Reise geht, aber trotzdem gerne mitfährt.
Klanglich führt das Album zurück zu Musgraves’ Texas-Wurzeln. Der Sound bewegt sich zwischen modernem Country, Folk und Americana, bleibt dabei aber angenehm reduziert und warm produziert. Akustische Gitarren, weite Melodien und eine entspannte Atmosphäre prägen viele der Songs. Unterstützung bekommt sie dabei von einigen prominenten Gästen: Willie Nelson, Miranda Lambert, Billy Strings und Gregory Alan Isakov steuern eigene musikalische Farben bei und erweitern den Klangraum des Albums. Produziert wurde „Middle of Nowhere“ von Kacey Musgraves gemeinsam mit Daniel Tashian und Ian Fitchuk – ein Team, das bereits mehrfach bewiesen hat, wie gut traditioneller Country-Sound mit modernen Pop-Elementen zusammenpassen kann. Das Ergebnis wirkt organisch, zeitlos und gleichzeitig sehr gegenwärtig.
Dass Kacey Musgraves heute zu den prägendsten Stimmen des modernen Country gehört, kommt nicht von ungefähr. Als eine der meistgestreamten Künstlerinnen ihres Genres hat sie es geschafft, Country-Musik auch für ein jüngeres Publikum spannend zu machen. Spätestens mit dem Erfolgsalbum „Golden Hour“ wurde klar, welchen Einfluss sie auf die Szene hat. Das Album landete sogar in der Liste der „500 Greatest Albums of All Time“ des Rolling Stone und festigte ihren Ruf als kreative Grenzgängerin zwischen Country, Pop und Folk. Mit „Middle of Nowhere“ knüpft Musgraves genau dort an: persönliche Songs, starke Melodien und ein Sound, der sich nicht um Genregrenzen schert.