Cover: Kontra K - Adrenalin 2.0
7/8
mix1 Bewertung

„Adrenalin 2.0“: Kontra K zwischen Risiko und Wille

Was bleibt, wenn alles gebrannt hat? Bei Kontra K lautet die Antwort ziemlich schnörkellos: der Wille. „Adrenalin 2.0“ eröffnet den Weg zum kommenden Album „Aus der Asche“ und hält sich nicht lange mit Aufwärmübungen auf. Der Track ist schnell, direkt und roh angelegt. Inhaltlich geht es um reale Erfahrungen, Druck und jene Situationen, in denen Zusammenhalt mehr zählt als große Worte. Das dazugehörige Video greift diese Ebene auf und übersetzt sie in konkrete Bilder statt in Hochglanzkulissen.

Eine zentrale Rolle im Clip übernimmt Big-Wave-Surfer Sebastian Steudtner. Sein Part ist kein zufälliger Promi-Gastauftritt: Zu sehen ist der Extremsportler im Umfeld jener Disziplin, in der er die höchste jemals gesurfte Welle bezwang und damit einen neuen Weltrekord aufstellte. Das passt ziemlich exakt zum Grundgedanken des Songs. Risiko, Konzentration und der Moment, in dem Umkehren ohnehin keine Option mehr ist, bekommen dadurch ein reales Gegenstück. Statt erfundener Dramatik arbeitet das Video mit Erlebnissen und Bildern, die bereits ihre eigene Wucht mitbringen.

Parallel kündigt sich für Kontra K ein ungewöhnliches Live-Projekt an. Unter dem Titel „Kontra K: Orchestrated – LIVE FROM Channel Aid 2026“ spielt er im Deutschen SchauSpielHaus Hamburg gemeinsam mit dem 53-köpfigen Lufthansa Orchester unter der Leitung von Kristjan Järvi. Mehrere bekannte Songs werden dafür eigens neu arrangiert, zusätzlich sind erste Einblicke in „Aus der Asche“ geplant. Das Konzert wird live in zahlreiche Kinos in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg übertragen. Aus Rap, Orchester und Kinoleinwand wird damit ein ziemlich großes Setup – und für neues Material gibt es gleich eine Bühne im XXL-Format.
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