„Un sentimento Italiano“: Laura Angela zieht es nach Süden
Laura Angela schickt mit „Un sentimento Italiano (Ein italienisches Gefühl)“ ziemlich deutliche Grüße Richtung Süden. Sonne, Meer, italienische Küste und für ein paar Minuten raus aus dem Alltag: Inhaltlich braucht der Song keine komplizierte Gebrauchsanweisung. Das Fernweh übernimmt hier die Navigation. Schon musikalisch wird die Fahrt über die Alpen in Richtung Italien gedacht, während der Text jene Sehnsucht aufgreift, die spätestens beim Gedanken an Urlaub, Küstenstraßen und mediterrane Abende erstaunlich schnell auftauchen kann. Dabei bleibt es nicht bei einer bloßen Postkartenkulisse. „Un sentimento Italiano (Ein italienisches Gefühl)“ erzählt auch vom Unterwegssein selbst und greift den Gedanken auf, dass nicht ausschließlich das Ankommen zählt. „Der Weg ist schon das Ziel“ bildet entsprechend eine zentrale Idee hinter dem Stück. Geschrieben wurde der Popschlager von Jascha Welzel und Erdmann Lange. Für Laura Angela ist die Zusammenarbeit mit dem Songwriter-Duo keine Premiere; beide haben bereits zuvor Titel für die Sängerin geschrieben. Auffällig bleibt ihre Stimme, deren markante Klangfarbe einen klaren Wiedererkennungsfaktor mitbringt. Gerade bei einem Stück, das stark über Melodie, Hookline und ein schnell verständliches Urlaubsmotiv funktioniert, ist das keine unwichtige Zutat. Laura Angela muss hier keine dramatische Geschichte erzählen. Stattdessen geht es um einen sehr konkreten Wunsch: losfahren, den Alltag für eine Weile hinter sich lassen und dieses viel zitierte italienische Lebensgefühl nicht nur auf dem Bildschirm betrachten.
Für die Produktion zeichnen Toni Hauschild und Jascha Welzel verantwortlich. Das Arrangement bewegt sich im Popschlager und greift das mediterrane Thema musikalisch auf, ohne die Songidee unnötig kompliziert zu machen. Eine eingängige Hookline gehört ebenso zum Aufbau wie die konsequente Ausrichtung auf Leichtigkeit und Fernweh. Der deutsche Titelzusatz „Ein italienisches Gefühl“ verrät ohnehin sofort, worum sich die Nummer dreht. Interessant ist dabei die Verbindung aus deutschem Schlagertext und italienischer Formulierung im Titel. Schon diese Kombination steckt das Terrain ab, auf dem sich Laura Angela bewegt: Der Song bleibt für ein deutschsprachiges Publikum unmittelbar verständlich, bekommt über „Un sentimento Italiano“ aber den passenden südlichen Anstrich. Thematisch wandert die Geschichte zwischen Liebe, Urlaubsgedanken und dem Wunsch, für einen Moment aus dem gewohnten Tagesablauf auszubrechen. Das kann am Meer enden, beginnt aber bereits mit dem Aufbruch. Genau deshalb passt der Gedanke vom Weg als Ziel besser zum Stück als eine weitere Sammlung beliebiger Sommerbegriffe. Der Song beschreibt nicht nur den ersehnten Ort, sondern auch die Vorfreude darauf. Für Radio- und Sommer-Playlists ist diese Konstruktion leicht zugänglich: ein klarer Refrain, eine sofort erkennbare Thematik und Laura Angelas Stimme als prägendes Element. Produzent Toni Hauschild und Jascha Welzel halten die musikalische Gestaltung eng an dieser Grundidee. Italien soll hier schließlich nicht nach Geografieunterricht klingen, sondern nach dem Moment, in dem die Reisetasche gepackt ist und der Alltag langsam im Rückspiegel kleiner wird.
Parallel zur Single beginnt für Laura Angela ein neues Kapitel auf Labelseite. Sie gehört nun zum Künstlerportfolio der ARTCOM Music Group. Das Berliner Label wurde erst vor kurzer Zeit gegründet und baut seinen Bereich im Schlager weiter aus. Damit erscheint „Un sentimento Italiano (Ein italienisches Gefühl)“ in einem neuen beruflichen Umfeld, während Laura Angela musikalisch erneut mit Jascha Welzel und Erdmann Lange arbeitet. Diese Mischung aus vertrautem Autorenteam und neuer Labelkonstellation ist die eigentliche Hintergrundgeschichte der Veröffentlichung. Inhaltlich bleibt die Sängerin dagegen ganz bei Italien. Der Song braucht dafür weder großes Drama noch komplizierte Wendungen: Seine Bilder entstehen aus Sonne, Meer, Reise und dem Wunsch nach einer kleinen Flucht aus der täglichen Routine. Dass solche Motive im Popschlager kein unbekanntes Gelände sind, dürfte niemanden überraschen. Entscheidend ist deshalb die konkrete Umsetzung. Hier kommen der zweisprachige Titel, Laura Angelas markante Stimme, die Hookline sowie die Produktion von Toni Hauschild und Jascha Welzel zusammen. Das Ergebnis ist bewusst für jene Momente gedacht, in denen der Kopf längst Urlaub macht, obwohl der Körper vielleicht noch im Büro sitzt. Ob die Fahrt tatsächlich bis an die italienische Küste führt, bleibt jedem selbst überlassen. Für „Un sentimento Italiano (Ein italienisches Gefühl)“ reicht zunächst die Vorstellung davon – und im Zweifel ein Blick auf die nächste Route über die Alpen.
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