Cover: le_mol - Split Split
★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ 6/8
mix1 Bewertung
Album

Split Split

le_mol

Label: Noise Appeal Records
Kategorie: Rock | Post-Rock
Veröffentlichung: 16.10.2026

„SPLIT SPLIT“: le_mol zwischen Post-Rock und Shoegaze

Was bleibt, wenn sich alles teilt? le_mol nehmen diese Frage als Ausgangspunkt für ihr sechstes Post-Rock-Album „SPLIT SPLIT“, das bei Noise Appeal Records erscheint. Schon die Stücktitel führen verschiedene Arten der Trennung vor: „Splitsville“ deutet auf eine unvermeidliche Trennung, „Splitter“ auf eine erzwungene und „Split Brain“ auf eine krankhafte. „Split The Rich“ nimmt gesellschaftliche Spaltungen in den Blick. Das Album spielt zugleich mit dem Gedanken, dass wiederholtes Teilen auch mehr Nuancen und unterschiedliche Sichtweisen hervorbringen könnte.

Den Titeln steht überwiegend Instrumentalmusik gegenüber. Sie geben eine Richtung vor, legen die Bedeutung der Stücke aber nicht fest. Eine Ausnahme ist „Split Tongue“: Hier sind Text und Stimme von The Zew zu hören, einer Wiener Musikerin, die ihre Arbeit selbst als „Cyborg Folk“ bezeichnet. Auch das Cover greift das Konzept auf. Die Künstlerin Hanna Hollmann gestaltete es mit Collagen und Monotypien.

Musikalisch bewegen sich le_mol zwischen melancholischem Post-Rock und Shoegaze. Hinzu kommen Elemente aus Post-Punk, Ambient und Industrial. Hinter den vielschichtigen Arrangements stehen zwei Multiinstrumentalisten. Mit mehreren Loop-Stationen bauen sie Klänge übereinander auf und erreichen so eine Besetzung, die wie eine fünfköpfige Band wirken kann. Einzelne musikalische Teile werden wiederholt, ergänzt und neu zusammengesetzt. Ausgerechnet die Loops halten auf „SPLIT SPLIT“ also zusammen, während sich in den Titeln fast alles um das Auseinandergehen dreht.
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Tracklist

1 split it
2 split the rich
3 splitsville
4 split brain
5 splitter!
6 split tongue
7 one third split second

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