Cover: Lilly Palmer - Bigger Than Techno
7/8
Eigene Redaktionseinschätzung

Lilly Palmer veröffentlicht Album „Bigger Than Techno“

Die Techno-Welt liebt starke Persönlichkeiten – und Lilly Palmer gehört definitiv in diese Kategorie. Die in Deutschland geborene DJ und Produzentin hat sich in den vergangenen Jahren mit einer Mischung aus brachialer Energie, klarer Vision und jeder Menge Studioarbeit einen Namen gemacht. Wer einmal ein Set von ihr erlebt hat, weiß: Hier wird nicht einfach nur aufgelegt, hier wird eine Atmosphäre gebaut, die Tanzflächen komplett einnimmt. Zwischen treibenden Kicks, düsteren Synths und überraschenden Breaks entsteht ein Sound, der gleichermaßen hypnotisch wie druckvoll wirkt. Genau dieser Stil hat Lilly Palmer von kleinen Clubs auf die großen Bühnen der internationalen Festivals katapultiert. Gleichzeitig bleibt sie eng mit der Underground-Kultur verbunden – ein Spagat, der in der elektronischen Szene nicht immer leicht ist. Dass sie inzwischen zu den einflussreichsten Acts ihrer Generation gezählt wird, kommt also nicht von ungefähr. Auch ihr Platz in der DJ-Mag-Top-100-Liste zeigt, wie groß ihre globale Fanbase inzwischen geworden ist.

Mit ihrem Debütalbum „Bigger Than Techno“ legt Lilly Palmer nun ein Projekt vor, das mehr sein will als nur eine Sammlung neuer Tracks. Das Album funktioniert eher wie eine musikalische Landkarte ihres Sounds. Auf insgesamt 16 Songs zeigt sie, wie breit ihr musikalisches Spektrum inzwischen geworden ist. Klar, die Basis bleibt energiegeladener Techno, doch immer wieder tauchen Elemente aus Trance, Peak-Time-Techno oder melodischen Klanglandschaften auf. Dadurch entstehen Tracks, die gleichzeitig clubtauglich und überraschend vielseitig wirken. Besonders spannend wird es durch die vielen Kollaborationen: Namen wie Gregor Tresher, Maddix, Armin van Buuren, Danny Avila oder Space 92 bringen unterschiedliche Einflüsse mit, die dem Album zusätzliche Dynamik verleihen. Dazu kommen Artists wie Vini Vici, Jose Bonetto und Egbert, die jeweils ihre eigene Handschrift einbringen. Statt eines starren Konzepts entsteht so ein Album, das sich ständig weiterentwickelt und immer neue Facetten zeigt. Man merkt schnell: Lilly Palmer denkt Techno nicht als starres Genre, sondern als Spielplatz für Ideen.

Parallel zum Album bleibt auch ihr Tourkalender randvoll. Lilly Palmer gehört zu den Künstlerinnen, die auf der Bühne erst richtig aufdrehen. Ihre Sets wirken wie eine Reise durch verschiedene Intensitätsstufen – von druckvollen Drops bis zu Momenten, in denen das Publikum kurz Luft holt, bevor der nächste Beat einsetzt. Diese Energie hat ihr weltweit eine treue Community beschert. Egal ob Festivalbühne oder dunkler Clubfloor: Wenn Lilly Palmer hinter den Decks steht, entsteht schnell das Gefühl, Teil eines großen gemeinsamen Moments zu sein. „Bigger Than Techno“ passt genau zu diesem Anspruch. Der Titel wirkt fast wie ein Statement: Techno ist hier nicht nur Musik, sondern ein Gefühl, eine Bewegung und für viele Fans ein Lebensstil. Mit ihrem Debütalbum zeigt Lilly Palmer, wie vielseitig dieses Universum sein kann – und warum sie zu den spannendsten Namen der aktuellen elektronischen Szene gehört.

Tracklist

01 Bigger Than Techno – 02:49
02 Ayi Giri – Lilly Palmer & Armin van Buuren – 03:07
03 Gaana Modam – Vini Vici, Lilly Palmer & Shanti People – 03:33
04 Rotterdam – Lilly Palmer & Egbert – 02:48
05 Vicious Chords – Lilly Palmer & Space 92 – 02:45
06 Morals – Danny Avila, Lilly Palmer & Rown – 02:42
07 Hypnosis – 02:52
08 Rakete – Lilly Palmer & Gregor Tresher – 02:55
09 Hare Ram – 03:20
10 Late At Night – Lilly Palmer & Maddix – 02:36
11 Cold Blood – 02:45
12 Alternate Your Rhythm – Lilly Palmer & Jose Bonetto – 02:47
13 Hype Boy – E – 03:17
14 Adrenaline – 03:04
15 All Eyes on Me – 03:06
16 Wind Up – 02:52