Cover: Lords of Salem - Supersonic Vampire Pussy
7/8
Eigene Redaktionseinschätzung
Album

Supersonic Vampire Pussy

Lords of Salem

Label: Echozone
Kategorie: Rock | Metal
Veröffentlichung: 06.03.2026
Produkt erhältlich bei:

LORDS OF SALEM: Neues Album voller Chaos und Power

Wenn Bands Alben machen, dann meist aus Lust an der Musik. Die LORDS OF SALEM? Die haben "Supersonic Vampire Pussy" nicht nur gemacht, sie haben es erlebt. Dieses Album ist keine einfache Platte – es ist ein klingendes Tagebuch voller Wahnsinn, innerer Kämpfe und dem ständigen Drahtseilakt zwischen Eskalation und Erlösung. Nach Label-Stress, Produzenten-Desaster und interner Schieflage war eigentlich alles auf Game Over gestellt. Aber statt sich selbst zu begraben, haben sich die vier Antihelden einmal kräftig geschüttelt, Chaos in Kreativität verwandelt – und ein Biest von Album geboren, das so knallt, als hätte jemand einen Molotow-Cocktail auf ein Tonstudio geworfen.

Soundtechnisch ist Dead Pop Sex Action keine leere Ansage, sondern ein Vorschlaghammer mit Glitzerlack. Denk an Mötley Crüe, schmier ein bisschen Friedhofserde drauf und jag das Ganze durch die Industrial-Waschstraße von Rob Zombie. Das Resultat ist dreckig, sexy, laut – und trotzdem unglaublich durchproduziert. Verantwortlich dafür: Max Bögelein, der sonst eher bei Black-Metal-Bomben wie Kanonenfieber den Regler schiebt. Der Mann weiß, wie man einen Sound mixt, der gleichzeitig Faust und Finesse ist. Keine halben Sachen. Keine Kompromisse. Das ist kein Album fürs Nebenbei, das ist ein Soundtrack für Nächte, in denen alles möglich ist – und ein bisschen gefährlich klingt.

Die Verpackung? So stylisch wie der Inhalt kaputt ist. Blutrotes Vinyl für die Sammler, schwarze CDs für die Ästheten mit Grabstein-Vorliebe. Und dazu Poster, die du lieber nicht in Mamas Wohnzimmer hängst. LORDS OF SALEM sind Postel (Vocals), Holly (Gitarre), Marple (Bass) und Ole (Drums) – vier Charaktere, so unterschiedlich wie ihre Songs, aber geeint im Ziel: Die Welt in Flammen zu setzen, wenigstens musikalisch. Wer Bock auf eine Platte hat, die klingt wie ein Dämon im Disco-Outfit auf Speed, der sollte hier unbedingt reinhören. Chaos war selten so durchdacht.

Tracklist

01. The Hills Have Eyes
02. Miss Demoness
03. Blood Orgy
04. German Zombie Attack
05. Supersonic Vampire Pussy
06. Eternal Love
07. Summoned Them From Their Graves
08. 1000 Ways To Die
09. Carnivore