Manuela Buck startet mit „Tanz mit mir“ Teil zwei
Nach „Der erste Tanz“ bleibt Manuela Buck ihrem Thema treu. Ihre zweite Single heißt konsequenterweise „Tanz mit mir“ und bildet den mittleren Teil einer geplanten Tanz-Trilogie. Wer jetzt schon ahnt, dass Stillstehen eher nicht zum Konzept gehört, liegt vermutlich richtig. Während die Debütsingle den Auftakt markierte, zieht das zweite Kapitel das Tempo an und rückt Disco-Popschlager stärker nach vorn. Inhaltlich ist die Sache angenehm unkompliziert: Musik aufdrehen, Alltag kurz draußen lassen und gemeinsam eine Nacht erleben, in der nicht jede Minute durchgeplant sein muss. Tanz wird dabei nicht nur als Bewegung verstanden, sondern als Anlass für Begegnungen und spontane Momente. Auch musikalisch spielt die Erinnerung an frühere Diskotheken eine Rolle. Die Produktion orientiert sich an Sounds, die an große Tanzflächen vergangener Jahrzehnte erinnern, ohne den Song als reine Retro-Nummer anzulegen. Als Beschreibung für die musikalische Richtung wird eine ziemlich eindeutige Formel genannt: „Wendler-Beats treffen auf Modern Talking.“ Damit ist das Koordinatensystem schnell abgesteckt. Rhythmisch geht es in Richtung Disco-Popschlager, melodisch spielt der Titel mit eingängigen Strukturen und einer klaren Ausrichtung auf die Tanzfläche. Gegenüber „Der erste Tanz“ ist „Tanz mit mir“ damit weniger Auftakt als Aufforderung. Erst kennenlernen, dann tanzen – die Reihenfolge der Trilogie ist jedenfalls nachvollziehbar.
Hinter dem Song steht erneut Thorsten Gäbel. Er schrieb den Text, komponierte den Titel und übernahm auch die Produktion. Bereits Manuela Bucks Debütsingle entstand auf diese Weise. Gäbel hat „Tanz mit mir“ seiner Partnerin gezielt auf den Leib geschrieben und führt damit die Zusammenarbeit aus dem ersten Teil weiter. Neu ist die gemeinsame musikalische Konstellation mit Günter Weber: Thorsten Gäbel, Weber und Manuela Buck arbeiten bei diesem Titel erstmals zusammen. Nähere Angaben zu Webers konkreter Funktion oder zu einzelnen Produktionsschritten liegen nicht vor, deshalb bleibt es bei dieser belegten Zusammenarbeit. Manuela Bucks Gesang bildet dabei den direkten Gegenpol zur stärker nach vorne gehenden Produktion. Ihre warme Stimme trifft auf mehr Tempo und ausgeprägteres Disco-Feeling als beim Vorgänger. Inhaltlich verlangt der Song keine komplizierte Vorgeschichte. Die Einladung „Tanz mit mir“ beschreibt ziemlich genau, worum es geht: raus aus dem Alltag, rein in einen gemeinsamen Abend. Die Nacht wird zum zeitlich begrenzten Freiraum, in dem Begegnungen entstehen können und nicht schon vorher feststehen muss, wohin sie führen. Das ist klassischer Stoff für Disco-Popschlager, hier allerdings eng mit dem übergeordneten Konzept der drei Singles verknüpft. Der Tanz ist nicht zufällig wieder Thema, sondern das Bindeglied der gesamten Reihe.
Gerade dieses Trilogie-Konzept macht die zweite Veröffentlichung interessanter als eine lose Fortsetzung des Debüts. „Der erste Tanz“ eröffnete die Reihe, „Tanz mit mir“ führt sie mit höherem Tempo weiter, ein dritter Titel soll die Geschichte schließlich abschließen. Details zum Finale sind bislang nicht genannt. Manuela Buck befindet sich damit noch mitten im geplanten Dreiteiler, dessen einzelne Stationen über das gemeinsame Tanzmotiv miteinander verbunden sind. Bei Teil zwei rückt die eigentliche Tanzfläche deutlicher ins Blickfeld. Eingängige Melodien, Disco-Anleihen und eine Produktion mit Blick auf frühere Jahrzehnte bilden den musikalischen Rahmen. Thorsten Gäbel bleibt als Texter, Komponist und Produzent für die grundlegende Ausrichtung verantwortlich. Gleichzeitig markiert der Song die erste gemeinsame musikalische Arbeit von Gäbel, Günter Weber und Manuela Buck. Statt nach der Debütsingle stilistisch einen Haken zu schlagen, wird die begonnene Idee also weitergeführt und rhythmisch angezogen. Das passt zur Dramaturgie: Ein „erster Tanz“ kann vorsichtig beginnen, bei „Tanz mit mir“ wäre Zurückhaltung irgendwann etwas widersprüchlich. Nun fehlt noch das dritte Kapitel. Wie Manuela Buck ihre Tanz-Trilogie beendet, bleibt offen. Bis dahin ist Teil zwei klar für den Moment gedacht, in dem aus Zuschauen Bewegung wird – und die Tanzfläche ihren eigentlichen Zweck erfüllen darf.
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