Mitch Keller sucht seine Helden nicht auf großen Bühnen oder in Geschichtsbüchern. Für „Helden wie wir“, eine Single-Auskopplung aus seinem Album „Verdammt gut“, schaut der gebürtige Berliner lieber dorthin, wo Anerkennung oft eher knapp ausfällt: in den ganz normalen Alltag. Gemeint sind Menschen, deren Einsatz selbstverständlich erscheint, obwohl ohne sie ziemlich schnell einiges ins Wackeln geraten würde.
Die Beispiele nennt Keller ganz konkret. Eine Hausfrau gehört für ihn ebenso dazu wie ein Supermarktverkäufer oder ein Notarzt. Auch ein Junge, der seinem Kumpel hilft, kann zum Helden werden. „Jeder von uns kann ein Held sein“, sagt der Sänger. Ihm gehe es gerade um diejenigen, die üblicherweise nicht als solche wahrgenommen werden. Der Begriff wird damit bewusst eine Nummer kleiner gedacht – und landet ausgerechnet dadurch bei Menschen, denen man im täglichen Leben tatsächlich begegnet.
Aufgenommen hat Mitch Keller „Helden wie wir“ gemeinsam mit Mathias Roska. Die Zusammenarbeit der beiden läuft bereits seit mehr als 20 Jahren. Roska arbeitete außerdem mit Andreas Gabalier, Beatrice Egli und Nik P. Keller selbst ist nicht nur als Sänger tätig: Er schreibt Songs, arbeitet als Chorsänger sowie als Werbe- und Synchronsprecher. Bei „Helden wie wir“ bleibt seine Rolle klar definiert. Der Song gehört jenen Leuten, die helfen, anpacken oder schlicht ihren Job erledigen, ohne dafür einen Pokal überreicht zu bekommen. Manchmal reicht eben schon ein genauerer Blick auf die Menschen nebenan.
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