Cover: Monika Martin & Dope030 - Lieblingsoma
6/8
mix1 Bewertung
Single

Lieblingsoma

Monika Martin & Dope030

Label: Mouth Media
Kategorie: Schlager | Schlager / Rap
Veröffentlichung: 03.04.2026

Wenn Rap auf Schlager trifft: „Lieblingsoma“ ist ein besonderer Song

Deutschrap lebt von echten Stories. Keine Hochglanzfassade, sondern das, was wirklich passiert ist. Genau da setzt Dope030 mit seinem Track „Lieblingsoma“ an – und landet damit einen dieser seltenen Momente, in denen Musik plötzlich mehr ist als nur Sound. Der Berliner taucht auf dem Album Sommerland von Monika Martin auf und zeigt, wie wild unterschiedlich Welten zusammenpassen können, wenn die Emotion stimmt. Der Song wirkt nicht konstruiert, nicht geschniegelt – eher wie ein ehrlicher Brief, den man nie laut vorlesen wollte, bis er plötzlich doch Musik wird. Und genau das macht „Lieblingsoma“ so greifbar: Hier geht’s nicht um Image, sondern um einen echten Menschen, echte Dankbarkeit und dieses Gefühl von Familie, das man schwer in Worte packen kann.

Die Story dahinter ist fast schon filmreif, aber ohne Kitsch. Dope030 schreibt den Song als Geschenk für die Oma seiner Frau – einfach aus Liebe, ohne Plan für große Bühne oder Streamingzahlen. Dass ausgerechnet ihre Lieblingssängerin Monika Martin am Ende Teil davon wird, klingt erstmal wie Zufall, fühlt sich aber eher wie Timing an, das man nicht planen kann. Die beiden bringen ihre komplett unterschiedlichen Vibes zusammen: hier der direkte, persönliche Rap, dort diese warme, fast schon zerbrechliche Schlager-Stimme. Und plötzlich funktioniert’s. Ohne sich zu verbiegen. Ohne Kompromisse, die sich falsch anfühlen. Man merkt dem Track an, dass er nicht für Charts gebaut wurde, sondern aus einem Moment heraus entstanden ist, der einfach festgehalten werden musste. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass der Song nicht nur bei einer Generation hängen bleibt, sondern bei mehreren – weil jede*r irgendwas Eigenes darin findet.

Am Ende ist „Lieblingsoma“ genau das, was vielen Tracks heute fehlt: Bedeutung. Kein Trend, kein schneller Hype, sondern ein Lied mit Herz und Erinnerung. Monika Martin selbst beschreibt, wie sehr sie die Ehrlichkeit des Songs getroffen hat – bis hin zu Tränen beim Hören. Und das sagt viel, gerade wenn jemand aus einer ganz anderen musikalischen Ecke kommt. Die Genre-Frage wird hier komplett egal. Ob Rap oder Schlager – spielt keine Rolle, wenn die Story stimmt. Der Track baut eine Brücke zwischen Generationen, ohne es groß anzukündigen. Einfach, weil er ehrlich ist. Und vielleicht ist genau das die eigentliche Message: Musik funktioniert dann am besten, wenn sie nicht versucht, irgendwas zu sein – sondern einfach erzählt, was ist.

Video