Lunara und MS-Dance Project vereinen Emotion
Wenn sich das MS-Dance Project mit Sarah Engels alias Lunara zusammentut, entsteht genau dieser Sound, der gleichzeitig auf die Tanzfläche zieht und im Kopf hängen bleibt. Statt stumpfem Club-Loop gibt’s hier Tracks mit Gefühl, die trotzdem genug Drive haben, um nicht im Hintergrund zu verschwinden. Diese Mischung aus moderner elektronischer Musik und cineastischer Tiefe wirkt fast so, als würde man einen Film hören, der nebenbei auch noch tanzbar ist. Gerade in einer Szene, die oft auf schnelle Effekte setzt, fällt das ziemlich angenehm auf.
Typisch für Lunara ist vor allem diese klare, präsente Stimme, die sich mühelos durch die Produktion zieht. Kein überladener Vocal-Schnickschnack, sondern eher reduziert und direkt – was den Texten automatisch mehr Gewicht gibt. Inhaltlich geht’s viel um Veränderung, Neustarts und diese nächtlichen Gedankenspiralen, die man eigentlich nicht braucht, aber trotzdem kennt. Gleichzeitig schwingt immer ein gewisser Empowerment-Vibe mit, ohne dass es platt wirkt. Unterstützt wird das Ganze von atmosphärischen Soundflächen und 90er-inspirierten Synths, die eine leichte Nostalgie reinbringen, ohne alt zu klingen. Das Ergebnis: Tracks, die emotional funktionieren, aber nie kitschig werden.
Spannend ist auch, dass Sarah Engels ihre Musik komplett selbst produziert. Dadurch bleibt der Sound ziemlich konsequent und wirkt nicht wie ein Kompromiss aus zu vielen Meinungen. Diese cineastische Handschrift zieht sich durch alle Songs und sorgt dafür, dass sie sowohl im Radio als auch im Club funktionieren. Mit dem MS Dance Project entsteht so eine Kollab, die nicht nur auf kurzfristigen Effekt aus ist, sondern eher darauf, eine eigene Stimmung aufzubauen. Kein lauter Hype, sondern ein Sound, der sich langsam festsetzt – und genau deshalb länger bleibt.
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